HTWK Leipzig entwickelt wurmartige Roboter zur Inspektion von Rohren

Wissenschaftler und Studierende der Fakultät Maschinen- und Energietechnik der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) entwickelten neuartige Bewegungssysteme für Roboter, die sich in Rohren wurmartig fortbewegen und sie auf diese Weise von innen inspizieren können.

Neu ist dabei, dass mit nur einem Antrieb (Aktuator) die Bewegungen so gesteuert werden, dass sich der Roboter vor- und zurückbewegen kann. Der Einsatz des neuen Systems ist für Rohre in technischen Anlagen wie Wasserrohre, Kühl- und Heizungsanlagen, Öl- oder Gasleitungen angedacht.

Der künstliche Wurm enthält einen Elektromotor, der kriechartige Bewegungen in zwei Richtungen und „um die Ecke“ erzeugen kann, da er in sich beweglich ist. Gesteuert wird er über ein Touchscreen-Display und einer eigens für den Miniwurm entwickelten Mikrorechner¬steuerung.

Er enthält darüber hinaus eine integrierte Kamera mit Beleuchtungseinrichtung. Durch eine wasserdichte Ummantelung kann er zudem in Flüssigkeiten eingesetzt werden. Perspektivisch möchten die Leipziger Wissenschaftler den Miniroboter weiter verkleinern, sodass sie später auch in der Medizin eingesetzt
werden können.