„Humor macht gesund!“ – Projekt der Uni Leipzig startet im Sommer

„Humor macht gesund“ – Mit einem Konzept unter diesem Titelgewann ein Team um Tabea Scheel von der Universität Leipzigden Wettbewerb „Was macht gesund?“ des Bundesministeriumsfür Bildung und Forschung (BMBF) – und zählt damit zu den insgesamt 15 Gewinnern. Die Studierenden vom Institut fürArbeits- und Organisationspsychologie von Professorin Dr. Gisela Mohr erhalten somit 10.000 Euro für die Umsetzung dieses Projektes im Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit.

„Humor ist ja nicht gleich Humor. Es gibt positiven undnegativen Humor – und egal welcher, Humor hat einen bedeutenden Einfluss auf die Gesundheit“, erklärt die Psychologin und Doktorandin Tabea Scheel den mit Mario Csonka, Master-Student der Psychologie, gefundenen Ansatz.

In einem Projekt für 15- bis 17jährige Jugendliche (9. Und10. Klassen) will sie zunächst schriftliche Befragungen zur Verständnis und der Erfahrung von Humor unter den Schülerinnen und Schülern durchführen. „Wir wollen dabei nicht zuletzt auch die Forschung selbst erlebbar machen“,erklärt die Wissenschaftlerin. „Und wir wollen zeigen, dass verschiedene Humorstile das Lernen beeinflussen, mit Fehlerorientierung zusammenhängen und Wohlbefinden oder Stresserleben beeinträchtigen oder fördern.“ All dies soll in den Workshops gemeinsam erleb- und erforschbar werden. Wie wichtig Humor im Schulkontext, sowohl aus der Perspektive der Schüler, aber auch aus der Perspektive der Lehrer ist, zeigen die Humorforschungen bereits heute: Lernen wird durch positiven Humor verbessert, er fördert Aufmerksamkeit und die Freude am Lernen.

Mit ihrem Forschungsansatz will Tabea Scheel weitergehenden Fragen nachgehen, und unter anderem Mobbingtendenzen in den Klassen mit dem dominierenden Humorstilen auswerten oder überhaupt Humorstil und Wohlbefinden zueinander deuten. Den Abschluss des Projekts bildet eine Ergebnispräsentation, jeweils einmal in den Klassen und einmal für Lehrende und Eltern.

Das Projekt startet offiziell am 1. Juni 2011 und wird bis zum Dezember 2011 abgeschlossen werden. Die Entscheidung zum Wettbewerbserfolg war getragen von einer sechsköpfigen Jury aus Kommunikationsprofis und Wissenschaftlern, die die 15 besten Projektideen zur Vermittlung der Gesundheitsforschung auswählte. Gesucht waren kreative und originelle Ideen für öffentlichkeitswirksame Formate, die zeigen, welche Forschungsaktivitäten rund um die Gesundheit Studierende in Deutschland beschäftigen.

Der Wettbewerb für Studierende „Was macht gesund?“ ist Teil des Wissenschaftsjahres 2011 – Forschung für unsere Gesundheit. Das Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog sowie zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur ausgerichtet.
Im Mittelpunkt stehen die Ziele,Herausforderungen und Aktionsfelder moderner Gesundheitsforschung.

Weitere Informationen zum Wettbewerb für Studierende sowie zu den Gewinnern finden Sie unter: www.was-macht-gesund.de