Hundeführerschein – Bald auch für Sachsen?!

Leipzig - Hundehalterin Paulina und ihr kleiner Vierbeiner, Janosh sind ein gutes Team. Janosh ist trainiert und hört sehr genau auf die Anweisungen seines Frauchens.
Dennoch ist dieser Gehorsam bei vielen Hunden und deren Hundehaltern nicht immer gewährleistet.

Erst kürzlich sorgte ein Fall im Leipziger Miltitz für Aufmerksamkeit.

Bei diesem wurde eine 61- jährige Frau von einem freilaufenden Hund angefallen und gebissen. Das Problem bei solchen Vorfällen ist zumeist nicht das Tier, sondern am anderen Ende der Leine. Viele Hundebesitzer sind nicht ausreichend geschult im Umgang mit ihren Vierbeinern.

Ein Hundeführerschein soll genau das verhindern.

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Seit 2013 ist der Hundeführerschein in Niedersachsen bereits Pflicht - für sämtliche Hunderassen. Nun fordert die Tierschutzorganisation PETA auch für Sachsen einen Hundeführerschein. Jana Hoger sieht darin einen sinnvollen Schutz für Mensch und Tier.

Ähnlich wie beim Autoführerschein besteht die Prüfung aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.
Dabei werden verschiedene Bereiche rund um den Vierbeiner wie Aufzucht, Haltung und Ernährung abgefragt. Wer durchfällt, kann die Prüfung ohne Weiteres wiederholen. Zudem müssen Hund, als auch Halter ihre funktionierende Kommunikation in Alltagssituationen unter Beweis stellen.

Auf dem Gelände von Hundetrainerin Claudia Lutz lernen Herrchen und Hund viel übereinander. Viele Hunde werden unüberlegt angeschafft ohne sich vorher der Verpflichtung bewusst, zu sein. Das sieht auch die erfahrene Trainerin so, in der Umsetzbarkeit eines einheitlichen Dokumentes bestehen aber noch ein paar Hürden im Weg.

Der Hundeführerschein in Sachsen würde für alle Hunderassen gelten. Der Kostenaufwand von ca. 150 bis 200 Euro liegt beim Hundehalter selbst. Ob nun Pflicht oder freiwillig die Lizenz zum Gassi gehen, kann Hund und Halter sicher nicht schaden.

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