Hundstage im Juli

Am Wochenende werden in Sachsen Höchsttemperaturen erwartet. Bis knapp unter die 40-Grad-Marke soll das Quecksilber klettern. Ist das noch normal? Fakt ist, dass die heißeste Zeit des Jahres tatsächlich zwischen Mitte Juli und Mitte August liegt.+++

Sengende Hitze, gleißende Sonnenstrahlen. Für Labrador Arthur sind es wahre Hundstage zur Zeit. Da hilft nur Hecheln und ein ausgiebiges Bad im kühlen Nass.

Der Begriff Hundstage ist uralt.

Meteorologe Henry Geyer vom deutschen Wetterdienst Leipzig weiß, schon die alten Griechen hatten es mit den Hundstagen. Diese Tage bezeichnen die besonders intensive Sommerhitze zwischen dem 23. Juli und dem 23. August.

Fast alle Tiere leiden unter den brütenden Temperauturen. Denn während der Mensch seine Körpertemperatur über die Haut mit dem Schwitzen reguliert, schafft Hund Arthur das nur mit viel Hechelei über die Zunge – und das kann anstrengend werden.
Schwimmen im Teich ist da durchaus ratsam, damit die Hundstage unseren Vierbeinern nicht zu stark zusetzen – Lange Sonnenbäder sind tabu. Selbst an Sonnencreme für helle Hundenasen sollten Herrchen oder Frauchen denken. In der Tierarztpraxis am Leipziger Rosental gibt es noch mehr Anti-Hitze-Tipps.

Für das Wochenende sagt der deutsche Wetterdienst Rekordtemperaturen voraus. Am Samstag gibt es zur Einstimmung schon mal Temperaturen bis 34 Grad. Das gab es das letzte Mal im August 1992 mit 37,5 Grad.

Besonders in den sächsischen Städten wird es heiß werden. Denn dort heizt die Sonne Gemäuer und Pflaster auf, die die Wärme speichern und zurückstrahlen. Da hilft also nur ein gesunder Mix aus wenigen Zutaten: keine Hektik und beständige Abkühlung.

Für gut sonnengecremte Besucher im Freibad dürfte das kein Problem sein. Für Labradorrüde Arthur sicher auch nicht. Und das ist auch gut so. Denn auch wenn die Rekordhitze nur am Sonntag zu erwarten ist – die Hundstage dauern noch an.