Hurrikan Irene schafft es bis nach Europa

Derzeit wütet Hurrikan Irene entlang er Ostküste Nordamerikas. Danach macht sich Irene dann auf den langen Weg über Grönland und Island bis nach Europa.

Am Donnerstag – pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn – erreichen die Ausläufer von Irene die britischen Inseln. Allerdings hat Irene dann nur noch wenig von seinen zerstörerischen Kräften. „Der Hurrikan ist auf seinem Weg über den Atlantik zu einem eher gewöhnlichen Sturmtief mit Zentrum in der Nähe von Island geworden, von dem keine große Gefahr mehr ausgehen wird“ so Wetter – und Klimaexperte Dominik Jung vom Wetterportal WETTER.NET.

Deutschland wird davon nicht viel mitbekommen. Bei uns stellt sich nämlich vielfach ruhiges und klassisches (Früh)Herbstwetter ein. In der Früh ist es in den nächsten Tagen oftmals neblig und ziemlich frisch. „Dienstag- und Mittwochmorgen erwarten wir in Teilen von Hessen, Nordrhein-Westfalen sowie Rheinland-Pfalz und Bayern schon den ersten Bodenfrost“ so Diplom-Meteorologe Jung. In der normalen Messhöhe von 2 Metern werden in der kommenden Woche Tiefstwerte zwischen 2 und 10 Grad erwartet. Das ist kein Vergleich mehr mit den tropischen Nächten der vergangenen Woche. Das krasseste Beispiel des aktuellen Temperatursturzes bietet der Wendelstein in Bayern. Dort wurden vor einigen Tage noch Hitzerekorde gemessen – am Samstag fiel dort nun der erste Schnee!

In Zahlen: am Freitagabend um 19 Uhr wurden hier 21 Grad bei leicht bewölktem Himmel gemessen. Am Samstagmittag meldete die Wetterstation: 0 Grad und Schneeschauer.

Auch in den Tälern sind wir weit von den Spitzenwerten der vergangenen Hitze entfernt. 36 oder 37 Grad wird es in diesem Jahr nicht mehr geben. Von Montag bis Mittwoch klettert das Quecksilber am Tag auf 16 bis 24 Grad. Während in der Mitte und im Süden bei einem Wechsel aus Sonne und Wolken bestes Herbstwetter herrscht, kann es im Norden den einen oder anderen Regenschauer geben.

Zum meteorlogischen Herbstanfang lacht am Donnerstag dann oft die Sonne vom Himmel. Gelegentlich ziehen Wolken vorüber. Örtlich gibt es am Nachmittag bei 16 bis 24 Grad mal einen kurzen Schauer.

Der Freitag bringt einen raschen Wechsel aus Sonne und Wolken. Schauer sind allerdings kaum unterwegs. Die Luft erwärmt sich auf 18 bis 24 Grad. Dabei ist es in Südwesten am wärmsten.

Und auch das nächste Wochenende verspricht nach heutigem Stand schönes Spätsommer bzw. Frühherbstwetter – wie man´s nimmt. In der Früh ist es weiterhin sehr frisch und am Tag dann sonnig und freundlich mit Werten bis 25 Grad.

„Der Anfang für einen goldenen Herbst ist gemacht!“ fügt Jung hinzu.