HV Chemnitz feiert Meisterschaft

Chemnitz – Die Handballerinnen des HV Chemnitz haben am Samstag die Meisterschale in Empfang genommen.

Nach 21 Siegen in 21 Spielen hatte der HVC die Meisterschaft in der Mitteldeutschen Oberliga und den damit verbundenen Aufstieg in die 3. Liga schon frühzeitig perfekt gemacht. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte wurde mit den Anhängern gebührend gefeiert.

Vor der offiziellen Siegerehrung mussten die HVC-Frauen aber noch ihr Heimspiel gegen den SC Hoyerswerda absolvieren. Dabei gingen die Gastgeberinnen vor 270 Zuschauern in der Sachsenhalle schnell mit ein paar Toren in Führung. Die Gäste aus der Lausitz zeigten aber schnell, dass sie nicht nur zum Gratulieren nach Chemnitz gefahren waren.

Beim Stand von 7:4 für den HVC verletzte sich Torhüterin Sabrina König ohne Einwirkung einer Gegenspielerin allerdings schwer am Sprunggelenk – das blieb für das Team nicht ohne Wirkung. Der Schock war zunächst schwer zu verdauen, so dass Hoyerswerda sogar ausgleichen konnte.

Dann kam jedoch die zweite Torhüterin des HVC, Stephanie Wähner, auf Betriebstemperatur und die Chemnitzerinnen zogen bis zur Pause auf 15:10 davon. Nach dem Seitenwechsel spielte der HV Chemnitz die Partie routiniert zu Ende und lies nichts mehr anbrennen. Am Ende gewannen die Gastgeberinnen souverän mit 30:22.Nun müssen die Chemnitzerinnen am kommenden Wochenende zum Tabellenzweiten nach Halle-Neustadt fahren und wollen auch dort ihre weiße Weste wahren.

Thomas Sandner, seit 13 Jahren Trainer des HVC, hob anschließend den überragenden Teamgeist und das große Engagement hinter den Kulissen hervor, die die Meisterschaft erst möglich gemacht haben. All dies würde Mut machen, auch in der dritten Liga zu bestehen.

Durch den Aufstieg wird sich der Etat des Vereins auf 60.000 Euro verdoppeln. Rund 90 Prozent habe man mithilfe von Sponsoren bereits gedeckt. Bis zum Saisonstart in der 3. Liga soll dann alles in trockenen Tüchern sein.