IG BAU fordert höheren Ost-Mindestlohn

Die IG Bau fordert für das Ostdeutsche Baugewerbe eine Anhebung des Mindestlohns um acht Prozent. Am Freitag sollen die Verhandlungen in Dresden stattfinden. Über die Arbeitsbedingungen informierte die Gewerkschaft heute auf der Baustelle der Centrumsgalerie.

  Am Freitag beginnen in Dresden die Tarifverhandlungen für den Bau-Mindestlohn. Der liegt derzeit bei 9,80 Euro die Stunde. In den alten Bundesländern hatten sich die Tarifparteien im vergangenen Sommer bereits auf eine Anhebung der Mindestlöhne verständigt. Nun sollten die neuen Länder nachziehen, meint Hartmut Koch, Regionalleiter Sachsen der IG Bau. 

  Bereits Mitte der 90er Jahre haben die Tarifparteien auf dem Bau einen Mindestlohn ausgehandelt. Damals vor allem um sich gegen Lohndumping aus Osteuropa zu schützen. 60 Prozent der Bauarbeiter profitieren davon. Denn so viele arbeiten in Betrieben, die nicht an Tariflohn gebunden sind.

Für Bernd König, Betriebsratsvorsitzender bei Max Bögl in den neuen Bundesländern, ist der Bau-Mindestlohn unverzichtbar. Auch er plädiert für eine Angleichung von Ost- und Westgehältern.   

  Acht Prozent mehr Lohn lautet die Forderung der IG BAU. Dass es schwierig wird, die durch zu bekommen, ist Betriebsrat und Gewerkschaft klar.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar