IKEA-Anschläge in Europa aufgeklärt

Der Anschlag auf die IKEA-Filiale in Dresden im Juni 2011 und auch die anderen Angriffe auf Filialen des schwedischen Möbelhauses in Europa in diesem Jahr sind geklärt.

Am 5. Oktober 2011 konnten nach mehrmonatigen, intensiven Ermittlungen in Polen durch die polnischen Behörden zwei Männer festgenommen werden.

Die beiden polnischen Staatsbürger (39/39) haben inzwischen umfänglich ausgesagt und sich zu den Straftaten in Frankreich (Lille), Belgien (Gent) und den Niederlanden (Eindhoven) am 30.05.2011 sowie zu den Anschlägen in Deutschland am 10.06.2011 (Dresden) und der Tschechischen Republik am 02.09.2011 (Prag) bekannt. Nach dem Angriff auf die Prager Filiale kontaktierten die Männer das IKEA-Mutterhaus in Schweden und konfrontierten den Konzern mit der Forderung einer Bargeldsumme in Höhe von 6.000.000 Euro. Bei Nichtzahlung drohten die Täter mit Folgeanschlägen.

Die Appellationsstaatsanwaltschaft Wroclaw leitete gegen die beiden Männer ein Ermittlungsverfahren wegen Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen und der versuchten Erpressung zum Nachteil des Möbelkonzerns IKEA ein. Zum Motiv gaben die beiden Täter ihre finanzielle Notlage an, einen persönlichen oder wirtschaftlichen Bezug zum schwedischen Möbelhaus hatten beide nicht.

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