Im Dezember stärkste Teuerung 2010 bei den Verbraucherpreisen

Der sächsische Verbraucherpreisindex stieg im Dezember gegenüber den Vormonaten Oktober und November um 1,2 Prozent. Bei den Teuerungen liegen Beherbergungsdienstleistungen und Pauschalreisen an der Spitze. +++

Nachdem der sächsische Verbraucherpreisindex im Oktober und November zum Vormonat unverändert blieb, stieg er im Dezember um 1,2 Prozent. Damit erreichte er einen Stand von 110,9 (Basis 2005 = 100). Saisontypisch erhöhten sich in anbetracht der Feiertage „Pauschalreisen“ (20,5 Prozent) und „Beherbergungsdienstleistungen“ (23,4 Prozent) aus preislicher Sicht am meisten. Die Fahrt zum Urlaubsort verteuerte sich, egal ob mit dem eigenen Pkw (Kraftstoffe: 4,5 Prozent), dem Flugzeug (2,1 Prozent) oder der Bahn (0,7 Prozent). Verstärkt in diesem Monat wirkten sich die kalten Temperaturen auf die Preise für „Heizöl“ (7,5 Prozent), „Gemüse“ (6,4 Prozent) und „Obst“ (3,1 Prozent) aus.

Mit 1,8 Prozent lag die Jahresteuerungsrate im Dezember gleichfalls über denen der letzten elf Monate. Eine Auswahl der größten Veränderung listet die nachfolgende Grafik auf. Wie im Vormonatsvergleich belasteten auch hier die Entwicklungen bei „saisonabhängigen Nahrungsmitteln“ (18,0 Prozent) sowie „Kraftstoffen und Heizöl“ (16,0 Prozent) die Geldbörsen der Verbraucher. Unter Ausschluss dieser Positionen stieg der Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahr nur um 1,6 bzw. 1,2 Prozent.

Im Jahresmittel erhöhten sich die Preise gegenüber 2009 um 1,2 Prozent. Besonders auffällig waren dabei die Veränderungsraten in den Hauptgruppen „Verkehr“ (3,6 Prozent), „Bekleidung und Schuhe“ (2,1 Prozent) sowie „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ (1,6 Prozent). Verbraucherfreundlich zeigte sich der Bereich „Nachrichtenübermittlung“ (-2,0 Prozent). Keine zusätzlichen Kosten entstanden im Durchschnitt 2010 für die „Gesundheitspflege“.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen

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