Uniklinikum Dresden verhängt Besuchsverbot

Dresden- Mit dem Wirksamwerden der neuen Corona-Schutzverordnung am heutigen Tag passen auch die Krankenhäuser ihre Regeln an. So gilt im Uniklinikum Dresden ab sofort ein Besuchsverbot.

© Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
© Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Aufgrund der dramatischen Zunahme an Covid-19-Infizierten und der derzeitigen Lage auf den Covid-Stationen gelten neue Regeln zum Infektionsschutz am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden.

Besuchsverbot

Angehörige im Krankenhaus dürfen nur noch in Ausnahmefällen und nach vorheriger Absprache im Klinikum besucht werden. Ausnahmen gelten für Erziehungsberechtigte, Vorsorgebevollmächtigte oder bei triftigen medizinischen Gründen und sind in Absprache mit dem Klinikpersonal möglich. Besuchende müssen in diesem Fall einen 3G-Nachweis vorweisen.

Maskenpflicht

Zudem besteht die Maskenpflicht auf dem Campus und in allen Gebäuden der Hochschulmedizin Dresden für Personen ab dem 10. Lebensjahr. Zulässig sind die FFP-2-Maske oder eine medizinische (OP-) Maske.

3G-Regel für Patienten

Auf dem Campus der Hochschulmedizin Dresden gelten ab sofort die sogenannten 3G-Regelungen. Patienten müssen vollständig geimpft, getestet oder genesen sein. Der Zutritt zu den Gebäuden ist nur mit einem entsprechenden Nachweis gestattet. Die Gültigkeitsdauer von Tests beträgt bei Schnelltests maximal 24 Stunden, bei PCR-Tests maximal 48 Stunden.

„In der derzeitigen Situation bleibt uns keine andere Wahl, um unsere Mitarbeitenden aber auch andere Patientinnen und Patienten wirksam zu schützen“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand am Uniklinikum Dresden. „Bereits jetzt ist die Situation auf den Stationen und in den Kliniken angespannter als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Deshalb müssen wir handeln.“ 

Das Corona-Virus breitet sich derzeit in vielen Bereichen rapide aus. Die Delta-Variante hat ein deutlich höheres Ansteckungspotential als die Wildtyp-Variante des letzten Herbstes. Je nach Landkreis sind 30 bis 50 Prozent der Bevölkerung in Sachsen noch ungeimpft, hier hat das Virus ein leichtes Spiel. Auch von den geimpften älteren oder vorerkrankten Menschen ist bekannt, dass der Impfschutz mit der Zeit nachlässt. Die rasant steigende Inzidenz sowie die rasche Zunahme an kranken und schwerkranken Covid-Patientinnen und Patienten sind Beleg dieser Entwicklung, so das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus. „Wir haben schwere Wochen vor uns. Das Personal in den Krankenhäusern ist erschöpft. Jeder draußen kann die Kliniken des Freistaats unterstützen, indem er sich für eine Impfung entscheidet oder zeitnah eine Boosterimpfung wahrnimmt“, sagt Prof. Michael Albrecht.

Alle für das Uniklinikum gültigen Regelungen sind im Internet nachlesbar unter: www.ukdd.de/corona

Neben dem Uniklinikum hat jetzt auch das Herzzentrum Dresden ein Besuchsverbot erlassen.