Im Weihnachtstrubel Verjährungsfristen im Blick behalten

Die Verbraucherzentrale Sachen informiert: Kaufpreis- und Werklohnansprüche unterliegen einer Verjährungsfrist von drei Jahren.  Zum 31. Dezember 2011 verjähren derartige Forderungen aus dem Jahr 2008. +++

 „Zum Jahresbeginn 2012 können sich, wie stets zum Beginn eines neuen Jahres, einige Schuldner freuen, da sie ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber Gläubigern unter Verweis auf zwischenzeitlich eingetretene Verjährung verweigern können“, so Bettina Dittrich, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. So unterliegen etwa Kaufpreisansprüche oder Werklohnansprüche der regelmäßigen Verjährungsfrist von 3 Jahren. Diese Frist beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. „Somit verjähren derartige Forderungen, die noch aus dem Jahr 2008 herrühren, zum 31.12.2011“, so die Verbraucherzentrale.

Wer noch Gutscheine in seinem Besitz hat, auf denen kein Gültigkeitsdatum aufgedruckt ist, sollte diese, sofern sie noch aus dem Jahr 2008 herrühren, jetzt auch zügig einlösen, da für sie dann auch die regelmäßige Verjährungsfrist gilt, so Dittrich.

Wer selbst Rückforderungsansprüche wegen zu viel geleisteter Zahlungen, beispielsweise bedingt durch Doppelzahlungen, zu Unrecht eingezogener Beträge oder auch auf Grund überhöhter Forderungen aus Versorgungsverträgen hat, kann wegen ungerechtfertigter Bereicherung diese Beträge zurückverlangen. Auch hier muss man sich sputen, wenn die zu Unrecht geleisteten Zahlungen bereits 2008 erfolgten und noch im alten Jahr Klage einreichen, zumindest aber bei Gericht einen Mahnbescheid beantragen.

Wer für das Jahr 2009 noch keine Zulagenanträge für die Riester-Rente oder die Wohnungsbauprämie beantragt hat, muss dies auch bis zum 31.12. dieses Jahres erledigt haben, um die Zulagen nicht zu verlieren.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

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