Immer mehr Sachsen müssen Wohngeld beantragen

Über 80.000 Haushalte sind neben Hartz-IV-Betroffenen in Sachsen bereits auf Wohngeld angewiesen und von Armut betroffen – so “DIE LINKE“ – Fraktionssprecher Dietmar Pellmann. +++

Zur Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage „Wohngeld 2010 in Sachsen“ (Landtags-Drucksache 5/7708) erklärt der Fragesteller und sozialpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE Dr. Dietmar Pellmann:

Über 80.000 sächsische Haushalte waren Ende 2010 neben den Hartz-IV-Betroffenen auf Wohngeld angewiesen und galten deshalb als arm. Trotz Wirtschaftsaufschwungs waren das nur 2.000 weniger als im Krisenjahr 2009. Wieder einmal zeigt sich: Selbst in Phasen wirtschaftlicher Erholung profitieren davon Haushalte mit niedrigem Einkommen kaum oder gar nicht.

Gegen den Trend ist die Zahl der Wohngeldbezieher 2010 in den beiden größten sächsischen Städten Dresden und Leipzig sogar angestiegen. Negativer Spitzenreiter in Sachsen bleibt mit 12.428 Haushalten die Stadt Leipzig. Der überdurchschnittlich hohe Anstieg in Dresden könnte auf die massiven Mietsteigerungen im ehemals kommunalen und veräußerten Wohnungsbestand zurück zu führen sein.

Für die Zukunft ist damit zu rechnen, dass die Zahl der auf Wohngeld angewiesenen Haushalte beträchtlich ansteigt. Hauptgrund dafür ist die zu erwartende massive Zunahme von Altersarmut. Zu Recht wird befürchtet, dass sich immer mehr ältere Menschen ihren derzeitigen Wohnstandard nicht mehr leisten können.

Quelle: DIE LINKE im Sächsischen Landtag

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