In Chemnitz und Dresden ist Sterben günstig

Berlin – Wer sich das Leben in Dresden oder Chemnitz nicht mehr leisten kann, der kann in den sächsischen Metropolen zumindest günstig sterben. Die Großstädte im Osten Deutschlands erheben im Vergleich von bundesweit 18 Städten die geringsten Friedhofsgebühren für Bestattungen.

Bei Erdreihengräbern ist Frankfurt Oder mit 1.390 Euro am teuersten und damit fast 500 Euro teurer als Chemnitz, das mit 894 Euro Gebühren die günstigste untersuchte Großstadt im Osten ist. Dafür ist Frankfurt Oder bei Urnenreihengräbern mit 399 Euro am günstigsten. Hier ist Leipzig Spitzenreiter und mit 766 Euro fast doppelt so teuer. Die größten Unterschiede zwischen den untersuchten ostdeutschen Städten gibt es bei Baumbestattungen: Hier schlägt Leipzig mit 3.350 Euro zu. Wer in Dresden eine Baumbestattung organisiert, zahlt an den Friedhof nur 971 Euro, fast 2.400 Euro weniger als in Leipzig.

Unter den untersuchten bundesdeutschen Städten zeigen Frankfurt Oder und Leipzig auffällige Preisausschläge nach unten und oben. Außer in Frankfurt Oder kosten in keiner Stadt die Friedhofsgebühren für Beerdigung und Grab unter 400 Euro. Die Stadt liegt damit mehr als 800 Euro weit unter dem bundesdeutschen Großstädtedurchschnitt von 1.215 Euro. Den Gebührenrekord bei Baumbestattungen hält Leipzig, allerdings nach oben. Mit den hier fälligen 3.350 Euro liegt die sächsische Stadt fast 1.200 Euro über dem Schnitt von 2.162 Euro.

Das Digitale Bestattungshaus Mymoria hat zum Tag des Friedhofs am 17. September die städtischen Gesamtgebühren für Beisetzung, Trauerhalle, Grab mit Mindestnutzungsdauer und Grabmal verglichen. Für die Auswertung hat Mymoria auf Zahlen und Daten der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas e.V. zurückgegriffen.