In Chemnitzer Kulturhäuser zieht wieder Leben ein

Vor rund 25 Jahren hat es in Chemnitz mehr als 100 Veranstaltungssäle gegeben, die wöchentlich mit ihren Bällen, Festen und Feiern Gäste angezogen haben.

Seit langem sind diese Säle wie ausgestorben und stehen nur noch als stille Zeitzeugen in der Stadt. Doch jetzt soll in zwei Chemnitzer Kulturhäuser wieder Leben einziehen und reges Treiben entstehen.

Ohne Licht, kein fließendes Wasser und ohne Telefonanschluss – so sieht es momentan im Kulturhaus Grüna aus. Doch das ändert sich gerade, die Umbauten und Renovierungsarbeiten laufen auf Hochtouren.

Der Chemnitzer Unternehmer Peter Simmel hat das Objekt gekauft und will dort wieder die Grünaer Kultur vereinen. Dabei soll wieder ein Ort geschaffen werden, in dem Vereine eine Heimat finden können.

Interview: Lutz Neubert – Ortsvorsteher Grüna

Es gibt sogar schon Anfragen, die Räumlichkeiten für Seminare, Faschingsfeten und andere Feierlichkeiten zu nutzen.

Ein Termin für die Eröffnung steht auch schon: Anfang Juni sollen sich die Türen zum „KiG“ wieder für Gäste öffnen.

Interview: Lutz Neubert, Ortsvorsteher Grüna

Aber das Kulturzentrum in Grüna ist nicht der einzige Veranstaltungssaal in Chemnitz, der momentan eine Renaissance erlebt.

Auch das „Haus des Gastes“ in Reichenbrand steht vor einigen Veränderungen.

Nachdem der Stadtrat beschlossen hat, dass der Chemnitzer Athleten Club das Objekt kaufen darf, laufen nun die Planungen im Gebäude.

Interview: Peter Waldvogel – Präsident Chemnitzer Athleten Club

Auf dem Plan steht nun eine umfangreiche Sanierung von der Saaldecke, über die Fenster bis hin zur Sauna und dem Fitnessraum.

Diese Maßnahmen sind die Voraussetzung, dass das Objekt für die kommenden Jahre nutzbar gemacht werden kann.

Der Club hofft dabei auch auf die Unterstützung der Stadt Chemnitz, die aber zuletzt die finanzielle Sportförderung gedrosselt hat.

Interview: Peter Waldvogel – Präsident Chemnitzer Athleten Club

Dennoch hält der Verein an seinen Plänen für das „Haus des Gastes“ fest.

Aufgrund dieser erfolgreichen Vorbilder nimmt vielleicht noch manch anderer Chemnitzer seinen Mut zusammen und schaltet in einem anderen Chemnitzer Kulturhaus wieder das Licht an.

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