In der Comödie Dresden bleibt der Vorhang vorerst zu

Dresden - Aufgrund der aktuellen Auflagen sei der Spielbetrieb im Haus nicht möglich. Gespielt wird trotzdem - Sommertheater mit "Addams Family" im Schloss Übigau. 

Die Corona Krise trifft verschiedene Branchen unterschiedlich hart. Besonders viele Gastronomen und Kulturschaffende waren die letzten Wochen praktisch beschäftigungslos. Und auch mit den beginnenden Lockerungen sind die Probleme längst nicht vom Tisch.

Die Comödie im Dresdner World Trade Center – ein Boulevardtheater mit über 600 Sitzplätzen, normalerweise fast immer ausverkauft. Auf dem Spielplan stehen meist Eigenproduktionen mit bekannten Gesichtern wie Volker Zack, Hugo Egon Balder, Ingolf Lück und natürlich Herbert Köfer, der hier schon fast zuhause ist. Seit dem 13. März ist hier der Vorhang zu. 60 Vorstellungen, darunter drei Premieren - etwa mit mit Cosva Shiva Hagen, sind bereits verschoben worden. Statt Komödie ein Trauerspiel für den Geschäftsführer Olaf Maatz. Die technischen Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, die Künstler ohne Einkommen zuhause. Warten, dass es wieder losgeht. Für jede Unterstützung sei man jetzt dankbar, wenn sie denn ankommt.

Eine andere Branche, ähnliche Probleme: Schmutzige Wäsche muss auch in Corona-Zeiten sauber werden. Zu den Kunden der RENA-Textilpflege mit sieben Filialen zählen vor allem Kitas, Schulen, Hotels und Gastronomiebetriebe. Da gab es in den letzten Wochen nichts zu reinigen, nur Pflegeeinrichtungen und Privatkunden brachten noch ihre Wäsche vorbei. Staatliche Hilfe, um den Verdienstausfall zu kompensieren – eher Fehlanzeige.