In diesen Berufsgruppen sind Sachsen besonders häufig Krank

Leipzig - Bus- und Straßenbahnfahrer sind in Sachsen am häufigsten Krank - gefolgt von Mitarbeitern in der Pflege. 

Der Krankenstand der Sachsen liegt über dem Bundesdurchschnitt. Laut dem Gesundheitsreport der BARMER liegt der Krankenstand von 2017 in Sachsen bei 5,2 Prozent. Das bedeutet, dass an einem durchschnittlichen Arbeitstag 52 von 1.000 Beschäftigten arbeitsunfähig waren. Bundesweit liegt der Krankenstand bei 4,8 Prozent. Innerhalb Sachsens führt der Landkreis Görlitz die Liste der häufigsten Krankheitstage an, dahinter Nordsachsen. Auffällig ist ein starkes Ost-West-Gefälle. 

Am häufigsten sind Bus- und Straßenbahnfahrern und Fahrerinnen. Sie kommen auf durchschnittlich 33 Krankheitstage. Auf Platz 2 folgen Beschäftigte in der Pflege.
Der häufigste Grund für den Ausfall von Sächsischen Beschäftigen ist die Erkrankung des Muskelsklettsystems, wie zum Beispiel Rückenbeschwerden. 21,3 Prozent aller Erkrankungen gehören hierzu. Dicht gefolgt von psychischen Störungen. Gleich dahinter befinden sich Atemwegserkrankungen und Verletzungen.
Die Krankenkassen setzen auf Vorsorge. Arbeitsplatzanalysen sollen Probleme aufzeigen und schnelleres Handeln ermöglichen. Firmen sollten für gesundheitsbewusstes Verhalten sorgen.

Nicht nur die BARMER ist aktiv in der Gesundheitsprävention. Alle Krankenkassen bieten eine gemeinsame Koordinierungsstelle für betriebliche Gesundheitsförderung an. Sie bietet eine erste Anlaufstelle für große und kleine Unternehmen, die etwas zur Gesundheit ihrer Angestellten beitragen wollen. Für das eigene gesundheitliche Wohlbefinden und zur Prävention von Erkrankungen steht Sport ganz oben auf der Liste. Nun heißt es nur noch, eine Sportart finden, die einem Spaß macht: Auf die Plätze fertig los! Jeder kann etwas tun, dass Sachsen wieder gesünder wird!

Autor: Fabienne á Wengen, Jan Kaufhold