In Grünau bewegt sich etwas

Leipzig-Grünau – für viele ein, wenn nicht gar der soziale Brennpunkt der Stadt.

Für Grünauer Bürger ein Vorurteil, ein Klischee, dass aus ihrer Sicht völlig überholt ist. In einem Bürgerzusammenschluss, dem sogenannten Quartiersrat, wollen sie Grünau voran bringen. Am Dienstag wurde die neue Besetzung gewählt.

Im Leipziger Westen tut sich was. Grünau meldet sich zu Wort. Über gewählte Bürgervertreter. Das 16 Mann Team nennt sich Quartiersrat und existiert seit 2007.

Interview: Uwe Kowski – Quartiersmanagement

Diese Unterstützung soll Grünau helfen, von seinem schlechten Image weg zu kommen. Doch ohne finanzielle Kräfte lässt sich auch hier nicht viel bewerkstelligen. Von Seiten der Stadt gibt’s dafür einen Verfügungsfonds in Höhe von 20.000 Euro. Dieser ist allerdings schon einmal gekürzt worden – stellt sich die Frage, ob er schon bald ganz eingestellt wird.

Interview: Stefan Greiss – Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung

Vorgefühlt habe man schon, aber noch keine konkreten Ergebnisse, ob und wer sich hier einbringen wird. Vorerst steht der Rat vor der Entscheidung, welche Projekte durch die Gelder aus dem Fonds gefördert werden. Für eines hat sich besonders Hartmut Schneider eingesetzt, der sich im Rat um Sportliche Belange kümmert. Für den diesjährigen Allee Center Cup – einem Amateur-Radrennen – hat er sich etwas Neues einfallen lassen.

Interview: Hartmut Schneider – Mitglied Quartiersrat

Und spätestens wenn Grünau im Guinnessbuch der Rekorde steht, steht es auch ums Image nicht mehr ganz so schlecht. Der Quartiersrat, den es in dieser Form übrigens nirgendwo sonst im Freistaat gibt, will auch in den kommenden zwei Jahren daran arbeiten.

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