In Leipzig blitzt’s bald digital – Fälschungen ausgeschlossen?

Mehr als zweitausend Autofahrer wurden in Leipzig allein im Januar geblitzt, weil sie zu schnell gefahren sind oder eine rote Ampel übersehen haben. Das dazugehörigen Fotos sind dabei nicht nur teuer, sondern bald auch technisch auf dem neusten Stand. Denn die Stadt Leipzig möchte ihre Rotlicht- und Geschwindigkeitsblitzer mit neuer Digitaltechnik ausrüsten.

An 30 Standorten verfügt das Ordnungsamt unserer Stadt über Rotlichtblitzer, an fünf Standorten über Blitzgeräte für Geschwindigkeitsvergehen. Dass man diese Techniken bis 2012 auf Digitalfotografie ausrichten möchte, hat einen ganz einfachen Grund.

Interview: Helmut Loris – Amtsleiter Ordnungsamt Leipzig

Doch die neue Technik, die die Fotos auf Speicherkarten aufzeichnet, könnte auch Probleme mit sich bringen. Denn theoretisch wäre es möglich, das digitale Foto zu optimieren, zu verändern, oder gar zu verfälschen.

Interview: Alexander Wagner – Rechtsanwalt

Sollten diese Vermutungen der Wahrheit entsprechen, könnte Bußgeldforderungen durch Blitzerbilder in Leipzig sogar erfolgreich vor Gericht angefochten werden.

Aber das Ordnungsamt hat vorgesorgt und setzt bei der neuen Technik auf besondere Sicherheit und Schutz der Fotografien.

Interview: Claudia Geißler-Ploog – Ordnungsamt Abteilung Verkehrsüberwachung

Manipulationen sind also ausgeschlossen. In zwei Jahren sind die teuren Fotos demnach nicht nur ärgerlich, sondern auch fälschungssicher und rechtlich gesehen einwandfrei.