In letzter Sekunde verloren

Der HC Leipzig musste am Samstag im Rennen um die deutsche Meisterschaft einen Rückschlag einstecken.

Die Handballerinnen des Frankfurter HC haben das Ostderby der Frauen-Bundesliga gegen den favorisierten HC Leipzig gewonnen. Die Oderstädterinnen bezwangen die Gäste aus Sachsen am Samstag mit 29:28 (14:14) und zogen damit im Kampf um die Playoff-Plätze nach Punkten (20) mit Leipzig gleich. In einer spannenden Partie war Franziska Mietzner, die unter der Woche noch krankheitsbedingt nur ein eingeschränktes Trainingsprogramm absolvieren konnte, beste Werferin (11/5) für Frankfurt. Die Norwegerin Mette Ommundsen war beim HCL am erfolgreichsten (7/6).

Vor 1712 Zuschauern in der gut gefüllten Brandenburg-Halle erwischten die Gastgeberinnen den besseren Start und lagen bereits nach acht Minuten mit 5:2 vorn. Basierend auf einer stabilen Abwehr mit einer sicheren Torfrau Melanie Herrmann gelang es dem FHC, den Favoriten zu verunsichern, der aufgrund vieler technischer Fehler beim 7:3 (13.) durch Tine Beier weiter in Rückstand geriet.

Doch nach einer Auszeit von HCL-Trainer Heine Jensen fingen sich die Messestädterinnen und nutzten zehn schwache Minuten des FHC nicht nur zum 7:7-Ausgleich (16.), sondern zogen in der Folge auf 13:9 (24.) davon. Dabei ließ der HCL kurzzeitig seine individuelle Klasse aufblitzen und profitierte zudem von der besser besetzten Bank. Doch mit großem Engagement wehrte sich der Vorjahres-Vierte und kam nach Toren von Tine Beier, Anne Jochin, Carolin Groke und Franziska Mietzner noch vor der Pause zum nicht unverdienten Ausgleich (13:13/28.). Beim Stand von 14:14 ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel ging zunächst der HCL in Führung (15:16/34.). Doch mit vier Toren in Folge, als zunächst die einsatzstarke Anne Jochin zweimal traf und danach Arjenne Paap und Franziska Mietzner zum 19:16 (37.) vollendeten, spielten sich die Frankfurterinnen auf die Siegerstraße. Wann immer auch Leipzig den Anschluss erzielte, der FHC hatte die passende Antwort parat. Beim 25:21 (48.) durch Top-Torjägerin Franziska Mietzner sah der FHC bereits wie der sichere Sieger aus.

Aber als die Gastgeberinnen selbst beste Gelegenheiten im Konter ausließen, kam der HCL wieder auf Tuchfühlung heran (26:25/55.). Doch mit großen Einsatzwillen sicherte der FHC den verdienten Erfolg über die Zeit. 45 Sekunden vor dem Ende traf Franziska Mietzner zum 29:27, Karolina Kudlacz verkürzte 20 Sekunden vor Ultimo. Die verbleibende Spielzeit überstanden die Oderstädterinnen gegen die nun offen deckenden Gäste schadlos.