In Rossendorf wird mit Supermagneten geforscht

Magneten. Es gibt sie überall auf der Welt und das in ganz unterschiedlichen Stärken. Aber nur an drei Orten auf der Welt gibt es höchste Magnetfelder. Eines davon ist gleich um die Ecke. In Dresden Rossendorf wird mit dem höchsten Magnetfeld Europas geforscht.

Hier im Forschungszentrum Dresden Rossendorf steht der stärkste Magnet Europas. Zur Zeit ist er unter Verschluss, weil mit ihm experimentiert werden soll. Dazu haben Wissenschaftler den Supermagneten auf 85 Kelvin abgekühlt. Das sind rund 200 Grad minus. Kein Wunder, dass da die Leitungen zum Magneten einfrieren.
Dass es in Dresden überhaupt einen solchen leistungsstarken Magneten gibt, erklärt der Direktor des Hochfeld-Magnetlabors so.

Und darin wird fleißig experimentiert. Wenn die Magneten nicht für experimentelle Zwecke unter Verschluss sind, dann sehen sie aus wie eine Spule. Mit einem Gewicht zwischen 200 Kilogramm und einer Tonne bringen sie viel Gewicht auf die Waage. Der Supermagnet wiegt rund 200 Kilo und kann rund 87 Tesla erzeugen. 

Entwickelt und gebaut hat den stärksten Magneten Europas Sergei Zherlitsyn zusammen mit seinem Team. Rund ein Jahr hat der Wissenschaftler dafür gebraucht. Die Funktion des Magneten ist einfach.

Kurz und knapp erklärt. Auch das eigentliche Experiment dauert nicht lange. Gerade mal einige wenige Zehntel Sekunden lang wird ein Stromimpuls durch den Magneten geschickt, so dass er sich erwärmt. Mit dem Magneten versuchen die Wissenschaftler in Rossendorf nun die 90 Tesla-Marke zu knacken. Wenn ihnen das gelingt haben sie einen neuen Weltrekord aufgestellt.

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Mehr dazu erfahren Sie in der Drehscheibe Dresden, stündlich ab 18 Uhr auf DRESDEN FERNSEHEN.

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