So sollen Elbe und Prießnitz sauberer werden

Dresden - Mit der Drehscheibe Sommertour ging es heute abwärts! Jonathan Wosch hat sich das Abwasserpumpwerk an der Bautzner Straße/Forststraße in der Neustadt angeschaut. Damit sollen Elbe und Prießnitz bei Starkregen und Überflutung sauberer gehalten werden. Zwei Jahre hat die Stadtentwässerung gebaut. 8,5 Millionen Euro wurden investiert.

Aus den Kanälen der Prießnitz-, Forst- und Radeberger Straße strömte bisher, über sogenannte Regenüberläufe, bei starkem Regen ein Teil des Mischwassers (Schmutzwasser verdünnt mit Regenwasser). Dies geschah bis zu 25 Mal pro Jahr. Hygiene und die damit zusammenhängenden Belastungen für die Prießnitz waren sehr problematisch. Ein weiteres Problem war, dass es während eines Hochwassers mit starken Niederschlägen, nicht möglich war Wasser aus der Kanalisation in die Prießnitz abzuleiten. Dies führte zu einem unerwünschten Rückstau in das Neustädter Kanalisationsnetz.

 

Die Stadtentwässerung Dresden GmbH (SEDD) hat die Kanalisation im Bereich des Auslaufes der Prießnitz in die Elbe neu geordnet. Die Wasserqualität der Prießnitz wird deutlich erhöht und der Betrieb der Neustädter Kanalisation wird Hochwasser sicherer. In das Projekt investierte die Stadtentwässerung Dresden GmbH ca. 8,5 Mio. Euro in den letzten zwei Jahren. Im Beisein von Eva Jähnigen, Dresdner Bürgermeisterin für Umwelt und Kommunalwirtschaft, ging die Anlage am 5. Juli in Betrieb.

Das überschüssige Mischwasser, das bei starkem Regen in die Prießnitz floss, wird ab sofort auf die Altstädter Seite gepumpt und letztlich in der Kläranlage Dresden-Kaditz gereinigt.

Die Bauarbeiten gliederten sich in drei Komplexe: die Elbüberquerung zum Altstädter Abfangkanal, der Bau der unterirdischen Abwasserpumpwerks an der Forststraße (einschließlich Speicher) sowie ein Regenüberlauf zur Prießnitzstraße (zum neuen Abwasserpumpwerks) und die Querung der Prießnitz.

Spannend war die Verlegung eines Dükers unter der Elbe im Herbst 2017. Ein Schwimmbagger schuf eine Rinne die 3 Meter tief und 10 Meter breit war. Das Einziehen des 157 Meter langen Kunststoffrohrs dauerte ungefähr zwei Stunden. Dresden Fernsehen berichtete am 14. Dezember 2016.