Infineon investiert Millionen in Dresden

Der Halbleiterproduzent hat sich für Dresden als Standort für die Fertigung von energiesparender Leistungselektronik entschieden. Bis zu 250 Arbeitsplätze könnten so entstehen. +++

„„Silicon Saxony“ ist auf dem Weg, der weltweit innovativste Standort der elektronischen Chip-Technologie zu werden.“ Mit diesen Worten begrüßt Ministerpräsident Stanislaw Tillich die Wahl von Infineon für Dresden: „Mit der heutigen Entscheidung von Infineon wird Silicon Saxony bald Europas größtes Mikroelektronik-Cluster sein. Der Zuschlag für Sachsen ist auch eine Anerkennung der Förderung der Forschungs- und Entwicklungslandschaft durch die Sächsische Staatsregierung“, so Tillich weiter.

Infineon hat sich für Dresden als Standort für die Fertigung von energiesparender Leistungselektronik auf der Basis von 300mm-Wafern entschieden. Für den Ministerpräsident ist das neuerliche Engagement ein Zeichen des Vertrauens in die Zukunft des Standortes Sachsen.

„Mich freut besonders, dass hier hoch spezialisierte Bauteile gefertigt werden sollen, bei denen es in erster Linie auf die Funktionalität ankommt, also auf Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Hochspannungs-Verträglichkeit,“ erklärt Tillich.

Bei diesen Produkten werden Kunden aus der Industrie, zum Beispiel ein Hersteller von Windkraftanlagen oder Energienetzbetreiber, nicht kurzfristig auf vermeintlich billigere Produkte aus Asien ausweichen.

„Deswegen rechne ich mit dauerhaften Lieferbeziehungen und einem entsprechend langfristigen Engagement von Infineon in Dresden“, ergänzt Tillich.

„Mit dieser innovativen Technologie kann Infineon seine führende Wettbewerbsposition weiter ausbauen. Dresden bietet beste Voraussetzungen für die 300mm-Fertigung von Leistungshalbleitern auf Dünnwafer-Basis. Die Infrastruktur ist hervorragend und es gibt bestens ausgebildete Ingenieure in der Region“, sagt Peter Bauer, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG.

„Die Entscheidung für Dresden ist ein großer Vertrauensbeweis für den Technologiestandort Sachsen. Mit der ersten Großserienfertigung von Leistungshalbleitern im 300mm-Power-DünnWafer-Bereich entstehen in Sachsen wertschöpfungsintensive und hochqualifizierte Arbeitsplätze“, so Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister Sven Morlok heute auf einer Pressekonferenz in Dresden. Leistungshalbleiter werden bei hohen Stromstärken und Spannungen eingesetzt und für Smart-Grids und die Weiterentwicklung der Elektromobilität benötigt. „Der Freistaat rückt an die Weltspitze bei der Produktion und Entwicklung von Halbleitern, welche die Energieeffizienz erhöhen und einen erheblichen Beitrag zur Energieeinsparung leisten werden. Das ist auch eine wichtige Unterstützung des Energiestandortes Sachsen“, sagt Wirtschaftsminister Sven Morlok.

Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer, zuständig für Technologiepolitik im Freistaat Sachsen erklärt dazu heute:

„Heute ist ein guter Tag für Dresden und das Hightech-Land Sachsen, aber auch ein guter Tag für Deutschland und Europa. Infineon setzt damit auch auf den starken Wissenschaftsstandort Sachsen. Die heutige Entscheidung ist auch eine Anerkennung aller forschungs- und technologiepolitischen Anstrengungen der Sächsischen Staatsregierung der letzten Jahre.
Im Bereich der Mikroelektronik wurden über 320 Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit rund 400 Millionen Euro unterstützt. Davon profitierten sowohl Unternehmen als auch Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Quelle: Sächsische Staatsregierung

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