Infinusprozess beginnt mit Unterbrechungen

Vor dem Dresdner Landgericht müssen sich seit Montag sechs Manager der Infinus-Gruppe verantworten.+++

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, Anleger mit einem Schneeballsystem um ihr Geld gebracht zu haben. Die Anklage geht von 22.000 Geschädigten aus, die rund 320 Millionen Euro bei den Infinus- Unternehmen angelegt hatten. Unter ihnen auch bekannte Gesichter wie die Dresdner Showgröße Dorit Gäbler. Die Kunden wurden mit hohen Gewinnen gelockt.

Interview im Video mit Lorenz Haase, Pressesprecher Staatsanwaltschaft

Die Verteidiger bezeichnen dagegen in einer Erklärung das Geschäftsmodell ihrer Mandanten als tragfähig. Die Gesellschaften wären erst durch die Durchsuchungen Ende 2013 in Insolvenz gegangen. Die Verhandlung wurde am Montag mehrmals unterbrochen. Gleich zu Beginn lehnte der Verteidiger des Hauptangeklagten die Besetzung des Gerichts ab. Die Staatsanwaltschaft richtet sich auf ein langes Verfahren ein.
 
Interview im Video Lorenz Haase, Pressesprecher Staatsanwaltschaft

Den Angeklagten droht eine Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren. Fünf der sechs Angeklagten sitzen seit zwei Jahren in Untersuchungshaft.

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