Initiativkreis „Menschen.Würdig“ mit Protestmarsch am Montag in Leipzig

Am Montag macht der Protestmarsch des Initiativkreises „Menschen.Würdig“ gegen Residenzpflicht und rassistische Sondergesetze in Leipzig Station. Die Bewegung ruft zur breiten Unterstützung der Flüchtlinge auf. +++

Die Gruppe zog am 8. September von Würzburg los und befindet sich auf dem Weg nach Berlin, wo eine große Abschlussdemonstration geplant ist. In Leipzig wird der Marsch am 25. September erwartet.

Benjamin Winkler, Pressesprecher des Initiativkreis Menschen.Würdig macht deutlich, wieso eine Unterstützung der Anliegen und Forderungen des Protestmarschs dringend notwendig sind: „Erst vor kurzem haben wir in Leipzig erleben dürfen, wie sehr Flüchtlinge und Asylsuchende von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen sind. Nicht nur dass für diese Menschen seit dem sogenannten Asylkompromiss von 1993 Sondergesetze gelten, die ihnen beispielsweise verbieten, den jeweiligen Landkreis zu verlassen oder die ihnen die Aufnahme einer Erwerbsarbeit untersagen, auch von den Anwohner_innen zukünftiger Flüchtlingsheime hagelte es rassistische Beschimpfungen und verbale Ausgrenzung.“

Mit dem Protestmarsch überschreiten die Teilnehmenden bewusst geltendes Asylrecht beziehungsweise deren rassistische Inhalte, wie beispielsweise die Residenzpflicht. Die Proteste sollen als Aktion des zivilen Ungehorsams angesehen werden: „Wir freuen uns, dass bereits seit Anfang September viele Menschen auf dem Weg nach Berlin sind und dass hierbei immer wieder Sympathiebekundungen und Solidarität geäußert wird.“

Als der Marsch vor einiger Zeit in Erfurt eine Kungebung abhielt, kam es zu kleineren Zwischenfällen. Die TeilnehmerInnen des Marsches hielten eine Kundgebung vor dem Landtag ab und wurden dort von Personen verbal und physisch attackiert. Eine ähnliche Situation soll in Leipzig verhindert werden.

Winkler macht deutlich, dass in Leipzig viele Menschen Anfang der Woche mit verschiedensten Aktionen ihre Solidarität mit den Teilnehmern des Marsches ausdrücken werden: „Geplant ist eine Demonstration, Besuche der lokalen Flüchtlingseinrichtungen, gemeinsame Abende und weitere politische Signale.“, so Winkler abschließend.