Innenministerium wertet Waffenverbotszone als Erfolg – LINKE will mehr Mitsprache

Leipzig - Das sächsische Innenministerium wertet die Waffenverbotszone auf der Eisenbahnstraße als Erfolg.

Seit Einführung der Waffenverbotszone im November 2018 wurden 186 Kontrollen durchgeführt und dabei 134 verbotene Gegenstände sichergestellt und beschlagnahmt. Darunter Messer, Elektroschocker, Softairwaffen sowie eine Pistole. Wie mehrere Medien berichten, wertet das Sächsische Innenministerium die Zone trotz der überschaubaren Menge an sichergestellten Waffen als ein Erfolg. Bis Anfang November muss entschieden werden, ob die Eisenbahnstraße Waffenverbotszone bleibt. Die LINKEN Fraktion im Leipziger Stadtrat hält die Verbotszone für ein hilfloses Instrument gegen eine zunehmende gesellschaftliche Verrohung und fordert ein Mitspracherecht, der vor Ort betroffenen Menschen bei der Entscheidung zur Fortführung der Verbotszone. 

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LINKEN Fraktion im Stadtrat fordert mehr Mitsprache 

„Wir wollen nicht, dass die Evaluation lediglich am grünen Tisch und auf Basis von Statistiken stattfindet", so LINKEN-Stadträtin Juliane Nagel. "Wir wollen, dass die Menschen, die von den verdachtsunabhängigen Kontrollen der Polizei am meisten betroffen sind, die Menschen, die vor Ort leben und die Läden, Einrichtungen und Anlaufpunkte, die im Geltungsbereich der Waffenverbotszone ansässig sind, mitreden dürfen. Es geht nicht nur um harte Zahlen, es geht auch um ein Lebensgefühl, das durch Stigmatisierung ganzer Straßenzüge und vorteilsbehafteter Polizeikontrollen beeinträchtigt wird. Auch die Frage, ob sich das Sicherheitsgefühl durch die Einrichtung der Waffenverbotszone verändert hat, ist zu stellen."