Insolvenzverfahren der Sächsischen Sandsteinwerke aufgehoben

Insolvenzplan zur Sanierung des Unternehmens mit großer Mehrheit angenommen +++

Im Amtsgericht Dresden wurde heute über den vom Dresdner Insolvenzrechtler Helgi Heumann vorgelegten Insolvenzplan für die Sächsische Sandsteinwerke GmbH abgestimmt. Dieser wurde von den 166 anwesenden oder durch Vollmacht vertretenen Gläubigern mit nur einer
Gegenstimme angenommen.

„Damit haben wir die Sanierung des Unternehmens erfolgreich abgeschlossen und
die Sächsische Sandsteinwerke GmbH aus der Insolvenz geführt“, äußert sich Helgi
Heumann, der als Sanierungsexperte das Insolvenzverfahren der Sandsteinwerke
begleitet hat.

Die Vorlage des Insolvenzplans wurde durch die Einigung der Sächsischen
Sandsteinwerke GmbH mit der BAM Deutschland AG ermöglicht, die den Streit um
den gekündigten Auftrag am Neubau des brandenburgischen Landtags vor zwei
Wochen beendete. „Es war ein Sieg der Vernunft, der den Weg in die Zukunft
öffnete“, so Rechtsanwalt Helgi Heumann.

Nach dem vom Gericht bereits bestätigten Plan erhalten die Gläubiger eine
Auszahlung mit einer Quote von mindestens 17 Prozent. Den Arbeitnehmern, denen
nach der Insolvenz gekündigt werden musste, können die Abfindungen aus dem
vereinbarten Sozialplan sowie noch offene Restlohnansprüche ausgezahlt werden.
Durch den Insolvenzplan ist für das Pirnaer Traditionsunternehmen und den Stamm
der 62 festangestellten Mitarbeiter eine solide wirtschaftliche Basis geschaffen, die
den Fortbestand für die Zukunft sichert.

Helgi Heumann: „Die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Unternehmens
wurde in den vergangenen Monaten durch interne Strukturmaßnahmen, wie z. B.
durch die Konzentration der gesamten Produktion an der „Kleinen Mühle“, optimiert,
obwohl wir durch das Juni-Hochwasser einen deutlichen Rückschlag verkraften
mussten“.

Heumann weiter: „Wichtig ist, dass durch den Insolvenzplan möglicherweise schwer
beherrschbare Risiken aus der Vergangenheit abgeschlossen wurden. Dies
ermöglicht den Gesellschaftern des Unternehmens, Investitionen in die Zukunft
verlässlich zu planen.“ So ist bereits die Vorplanung für ein neues
Verwaltungsgebäude am Standort „Kleine Mühle“ in Arbeit, da der bisherige
Verwaltungssitz in der Bahnhofstraße in Pirna mittelfristig aufgegeben werden soll.

Johannes Roßrucker, Geschäftsführer der Sächsischen Sandsteinwerke GmbH,
ergänzt: „Wir blicken zuversichtlich in das Jahr 2014. Die Auftragssituation ist sehr
zufriedenstellend und wir haben gute Aussichten, einen größeren Sanierungsauftrag
für das Schloss Sanssouci in Potsdam zu erhalten. Der in unseren Steinbrüchen
abgebaute Sandstein wird wohl auch am Neubau des Berliner Stadtschlosses
Verwendung finden.“

„Dass diese Sanierung gelungen ist, haben wir zahlreichen Beteiligten zu
verdanken“, fügt Helgi Heumann hinzu. „Wir danken auch den Mitarbeitern, die nicht
nur durch ihren Einsatz, sondern auch durch den Verzicht auf Lohnbestandteile
einen beachtlichen Beitrag geleistet haben, und den Kunden, die uns treu geblieben
sind.“

Die Sächsische Sandsteinwerke GmbH mit Sitz in Pirna betreibt sechs Steinbrüche.
Das Unternehmen hat sich neben Steinmetz- und Bildhauarbeiten auf die Naturstein und
Fassadenmontage spezialisiert. Zu den realisierten Aufträgen gehören unter
anderem Arbeiten an der Frauenkirche, dem Zwinger, dem Residenzschloss und
weiteren Schlössern in und um Dresden.

Quelle: HEUMANN RECHTSANWÄLTE