Insolvenzverfahren gegen das Unternehmen CMS

Seit Anfang Dezember läuft ein Insolvenzverfahren gegen das Dresdner Software- und Kommunikationsunternehmen CMS. Den IT-Dienstleister gibt es seit über 20 Jahren. +++

Das Dresdner Amtsgericht hat seit Anfang Dezember ein Insolvenzverfahren gegen das Dresdner Software- und Kommunikationsunternehmen CMS eröffnet. Eine Verschuldung entstand bei dem IT-Dienstleister unter anderem dadurch, dass die GEMA einen Großauftrag des Geschäftsbereiches „Lettershop“, an einen günstigeren Mitbewerber neu vergeben hat. Damit verlor CMS den bundesweiten Briefversand, sowie die Vertrags- und Datenverarbeitung für die Gema, für die sie auch eine Porto-Optimierungssoftware entwickelt hatte. In allen Geschäftsbereichen arbeiten rund 50 Mitarbeiter. Kündigungen sollen laut zuständigem Sachwalter nur „in einem möglichst geringen Umfang“ anstehen.

Auf 20 Jahre Geschichte blickt der IT-Dienstleister zurück. Neben der GEMA zählen auch die Sächsische Zeitung, die Landesärztekammer Sachsen und die Hotelkette Dorint zu dessen Kunden.
Das Insolvenzverfahren wurde aufgrund eines Eigenantrags der Geschäftsführung eröffnet und findet in Eigenverwaltung statt. Dadurch vergibt CMS als Schuldner nicht alle Entscheidungsbefugnis an einen Insolvenzverwalter, sondern muss lediglich Rücksprache mit einer Sachwalterin zu wichtigen Entscheidungen führen. Für den 25. Februar ist ein Prüf- und Gerichtstermin anvisiert.

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