Integration erfolgt über Empathie

Alleine am berühmten LAGESO in Berlin warten Tag für Tag mehrere Tausende Kriegsflüchtlinge mit dem Wunsch nach Asyl auf ihre Registrierung.

Unglaublich engagierte Ehrenamtliche empfangen und versorgen bundesweit die eintreffenden Menschen aus den Krisengebieten des nahen Ostens, aus Afghanistan und diversen afrikanischen Ländern. In den Flüchtlingsunterkünften werden die Menschen mit dem Nötigsten unterstützt, erhalten Kleidung, ein Bett, Schlafsäcke, Decken und Nahrung. In privater Initiative kümmern sich Deutsche auch darum, dass die Kinder der potentiellen Asylbewerber beschäftigt werden, für die Erwachsenen gibt es Beratung und Unterstützung, damit diese nicht im immer gleichen Trott des Wartens in einer überfüllten Räumlichkeit versauern. Das größte Problem hierbei: Flüchtlinge mit einem unklaren Aufenthaltsstatus stehen gesetzlich gesehen praktisch keine Optionen auf Förderung zu. Sprachkurse, wie es Sie überall speziell für anerkannte Asylbewerber gibt, um eine schnelle Integration zu fördern, bleiben diesen Menschen also in der Regel verschlossen.

WBS Training mit Kursen von Berlin bis Wismar

Hier kommt nun der Anbieter WBS Training ins Spiel. So gab am 12. November der Vorstand des Unternehmens, Heinrich Kronbichler, bekannt, dass man sein Unternehmen, ein privater Weiterbildungsanbieter, 50.000 Euro bereitstelle, um Flüchtlinge mit noch nicht festgestellten Aufenthaltsstatus Sprachkurse anzubieten. Die ersten Kurse von WBS Training, bei denen als einzige Voraussetzung gelte, dass die lateinische Schrift beherrscht werde, seien bereits im Oktober gestartet. Insgesamt plane man mit 17 Standorten, an denen den Flüchtlingen in enger Zusammenarbeit mit Flüchtlingsorganisationen unbürokratisch die deutsche Sprache näher gebracht werde. Darunter befinden sich u. a. folgende Städte: 

–                    Berlin

–                    Wismar

–                    Görlitz

–                    Hannover

–                    Leipzig

–                    Bonn

–                    Dessau

–                    Schwerin

Willkommenskultur zeigen, heißt Flagge zeigen

Es spiele keine Rolle, aus welchen Herkunftsländern die Menschen käme, betonte Vorstand Heinrich Kronbichler: Ob aus Syrien, Irak, Iran oder Eritrea, man wolle allen in Deutschland Angekommenen zeigen, dass das Wort „Willkommenskultur“ keine leere Phrase sei, sondern ernst gemeint. Neben diesem Engagement bietet WBS Training auch für anerkannte Asylbewerber Deutsch- und Integrationskurse an. Zusätzlich arbeite man unter Hochdruck daran, potenzielle Deutschlehrer und Personalverantwortliche in Betrieben mit kostenlosen Angeboten sowie Webinaren zu unterstützen, damit sich hier Türen öffne, um Flüchtlinge zu unterrichten bzw. einzustellen. Der Bedarf an gut ausgebildeten DaF-Lehrern (Deutsch als Fremdsprache) sei zudem exorbitant gestiegen, worauf man bei seiner Firma umgehend reagiert habe. Kurzfristig werde man einen förderfähigen Kurs zur nachhaltigen Schulungen von DaF-Lehrern ins Programm aufnehmen. Generell verwies Kronbichler darauf, dass sein Unternehmen diese Maßnahmen als humanitäre Sofortmaßnahme sehe. Ohne Engagement sowie Empathie von Privatpersonen und Firmen sei die Flüchtlingssituation derzeit nicht zufriedenstellend zu lösen. Daher übernehme man gerne Verantwortung.

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