Intendant Ulf Schirmer lässt die Ambosse erklingen – Rheingold-Vorbereitungen an der Oper Leipzig

Die Vorbereitungen für Das Rheingold von Richard Wagner laufen auf Hochtouren. +++

Bühnenbild. Technik. Licht. Die einzelnen Komponenten werden nun zu einem Ganzen zusammengeführt. Verantwortlich für die Umsetzung ist der Technische Direktor. Er betreut die gesamte Produktion. Von der Modelleinsicht über die Bauprobe bis hin zur Premiere. Besonders wichtig ist dabei die Technische Einrichtung. Das ist der Moment, in dem alles zum ersten Mal auf der Bühne aufgebaut wird.

Bevor die Werkstätten jedoch ein Bühnenbild bauen können, muss es erst einmal entworfen werden. Das Bühnenbild für Das Rheingold stammt von Carl Friedrich Oberle. Herausgekommen ist ein imposanter Bau, der trotz seiner Schlichtheit die Gedankenwelt der Götter hinsichtlich Macht und Selbstdarstellung reflektiert. Besonderes Prunkstück ist dabei der rund 20 Meter breite Plafond. An Seilen hängend, bildet er den oberen Abschluss des Bühnenbildes. Mit Hilfe von Scheinwerfern wird er sich während der Aufführung in einen schillernden Regenbogen verwandeln. Insgesamt besteht das Bühnenbild aus hunderten von Einzelteilen.

Das Bühnenbild ist jedoch nicht das Einzige, was im Vorfeld eingerichtet werden muss. Auch bei der musikalischen Umsetzung gibt es eine Besonderheit. Zum Rheingold gehören zwei Verwandlungsthemen, welche Wagner mit dem Klang von 18 Ambossen untermalt hat. Und dafür hat sich Opernintendant Ulf Schirmer etwas Besonderes einfallen lassen. Er spielte diese in einer Schmiede ein und ließ sie digitalisieren.

Früher verwendete man beispielsweise Metallschienen, um diese Klänge zu erzeugen. Doch durch die Digitalisierung von Tönen echter Ambosse wird sich den Zuschauern des Rheingoldes in der Oper Leipzig ein wahrhaft musikalisch einzigartiges Klangerlebnis offenbaren.