Internationale Ballettgala an der Oper

Am Wochenende stand an der Leipziger Oper die erste Internationale Ballettgala auf dem Programm. Doch vor der Aufführung hielt Ballettdirektor Mario Schröder einen Augenblick inne. Er bat als Moderator des Abends um einen Moment des Schweigens. 

Um an die Menschen in Japan zu denken. Für die Menschen dort ist das Leben aus den Fugen geraten. Für sie hat die Tsunami-Katastrophe die Zeit scheinbar zum Stillstand gebracht.

Zeit.
Das bedeutet Leben und Vergehen, Dauer und Stillstand. Das ist die Thematik von „A Dharma at Big Sur“. Nicht ohne Grund hat Mario Schröder gerade dieses Stück an den Anfang der ersten Internationalen Ballettgala gesetzt. Denn vor dem Hintergrund der katastrophalen Situation in Japan setzt diese Choreografie aus dem Spielplan der Oper Leipzig einen besonderen Akzent. Doch die Zeit geht kompromisslos weiter, dreht sich, bringt auch Buntes und Schillerndes zutage. So setze der Ballettabend zeitgenössisch kritische Themen ebenso in Szene wie den großen klassischen pax de deux. Die renommierten Häusern der Welt boten ihr Repertoire. Tänzer aus Paris, Wien, Rom, Madrid und Biarritz boten sich ein Stelldichein auf der Leipziger Bühne.

Interview: Mario Schröder, Ballettdirektor
 
So erlebte das Leipziger Publikum unter anderem diese Choreografie von Nacho Duarto aus Madrid: Ein Cellospiel – tänzerisch umgesetzt: Multiplicidad. So einfach wie aussagekräftig Szene Nacho Duato

Interview: Mario Schröder, Ballettdirektor
 
Ein eindrücklicher Abend war es. Und er bot Einblicke in den aktuellen Spielplan. Die Große Messe, ein Ballett von Uwe Scholz. Zu erleben wieder am 23. April um 19 Uhr an der Oper Leipzig.