Internationaler Ansturm auf 23. Filmfest Dresden 2011

Neuer Festival-Rekord: 2.555 Kurzfilm-Bewerbungen aus 81 Ländern. Erstmalig wurden Filme aus Sambia und Katar eingereicht. +++

Die Anmeldefrist für das diesjährige Filmfest Dresden ist beendet. Bis einschließlich 5. Januar 2011 sind 2.555 Kurzfilm-Bewerbungen aus 81 Ländern – und damit so viele wie noch nie – bei den Festivalmachern eingegangen. Im vergangenen Jahr waren es 2.128 Einreichungen. Die meisten Bewerbungen kommen neben Deutschland (637) aus Frankreich (305), Spanien (172) und Großbritannien (149). Erstmalig waren unter den Einsendungen Filme aus Sambia und Katar. Gleich drei Länder haben ihre Bewerberzahlen mehr als verdoppelt: Russland von 30 auf 68, Portugal von 21 auf 60 und Tschechien von 17 auf 51 Beiträge. Die 23. Auflage des Filmfestes Dresden findet vom 12. bis 17. April 2011 statt.

„Wir sind absolut begeistert, mit einem derart gewaltigen Bewerberansturm auf das diesjährige Filmfest haben wir nicht gerechnet“, so Katrin Küchler, Teil der Festivalleitung des Filmfests Dresden. „Der deutliche Einreichungszuwachs ist umso erstaunlicher als sich das Festival ja bereits in der Vergangenheit regen Zuspruchs erfreut hat. Offenbar ist das Filmfest Dresden inzwischen ein ‚must go‘ für die internationale Kurzfilmszene. Eine wichtige Rolle spielen dabei natürlich auch die Preisgelder.“ Mit 63.000 Euro gehört das Filmfest Dresden zu den höchstdotierten Festivals seiner Art in Europa.

Noch während die Anmeldefrist lief, haben die beiden Auswahlkommissionen ihre Arbeit aufgenommen. Die internationalen Beiträge werden kritisch unter die Lupe genommen von Ines Seifert (Filmproduktion, -vertrieb und –festivals), Petra Wille (Filmjournalistin, Festivalmitarbeiterin), Stephan Raack (Besitzer & Betreiber, Programmkino THALIA), Sven Voigt (Besitzer & Betreiber, Filmgalerie Phase IV) und Johannes Vittinghoff (Filminitiative Dresden e.V.). Für die Auswahl der nationalen Wettbewerbsbeiträge zeichnen verantwortlich: Simone Lade (Kultur- und Veranstaltungsmanagerin), Anne Kochan (Supervisor für Compositing, Balance Film GmbH), Katrin Küchler (Teil der Festivalleitung, Filmfest Dresden), Frank Pawella (wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Kunst- und Musikwissenschaft TU Dresden) und Jörg Polenz (Filminitiative Dresden e.V.). Bis zum 13. Februar 2011 haben beide Kommissionen Zeit, alle Einreichungen zu sichten. Anschließend werden in gemeinsamen Sitzungen die Filme für den internationalen und nationalen Wettbewerb nominiert.

Die Anmeldefrist für das 23. Filmfest Dresden hatte am 1. Oktober 2010 begonnen und war am 5. Januar 2011 zu Ende gegangen. Mit 2.555 Einreichungen haben die Festivalmacher die höchste Bewerberzahl seit Gründung des internationalen Kurzfilmfestivals im Jahr 1989 verzeichnet.

Filmfest Dresden wurde im Frühjahr 1989 gegründet – als Forum verbotener bzw. selten gezeigter Spielfilme. Der internationale Wettbewerb existiert seit 1992. 1998 folgte die nationale Variante. Seit 2004 wird der mit 20.000 Euro dotierte Förderpreis der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst vergeben. Das Filmfest Dresden versteht sich nicht nur als Fachveranstaltung, sondern in erster Linie als Publikumsfestival. Neben der Ausrichtung des Festivals organisiert das Filmfest-Team alljährlich eine umfangreiche Tournee durch mehrere deutsche Städte, die in den Sommermonaten auch unter freiem Himmel stattfindet.

Quelle: Filmfest Dresden

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