Internationales Schüsselrennen auf Tortuga

Man konnte denken, dass die olympischen Winterspiele nicht in Vancouver, sondern am Leipziger Elstermühlgraben stattfinden. Auf dem Tortuga-Freisitz fand Donnerstagabend das erste internationale Schüsselrennen statt.

Die gut präparierte Piste wurde von den Kommissaren abgenommen.

Interview: Alexander Domboldt – Inhaber ‚Tortuga‘

Die feierliche Eröffnungszeremonie der unerschrockenen Schüsselpilotinnen und -piloten ließ die Spannung auf die anstehenden Wettkämpfe knistern. Schirmherr des ungewöhnlichen sportlichen Events war Slalomkanute Jan Benzien. Der Leipziger Sportler des Jahres ließ es sich nicht nehmen, allen Teilnehmern für die Ausscheide viel Spaß und Erfolg zu wünschen.

Interview: Alexander Domboldt – Inhaber ‚Tortuga‘

Bevor die Großen herandurften, gab es noch den Nachwuchs-Wettbewerb, denn auch in dieser Disziplin nimmt man die Jugendarbeit ernst. Beim Briefing des Starterfeldes wurde noch einmal auf die Besonderheiten des Wettkampfgerätes hingewiesen.

Jetzt endlich war es soweit: Hoch motiviert gingen die Starter an ihre Aufgaben und stürzten sich auf ihren Gefährten todesmutig in die Eisrinne. Auch Schirmherr Jan Benzien kämpfte sich in der heißen Schüssel nach unten.

Interview: Jan Benzien – Schirmherr Schüsselrennen

Im internationalen Starterfeld war nun Gbenga Oloukun an der Reihe. Der Profiboxer bewies auch hier Nervenstärke. In die Wertung floss aber nicht allein die Geschwindigkeit ein, sondern ebenso Eleganz und Schönheit in der Bewegung. Olympisches Feeling war überall zu spüren, alle Starter fanden auf Tortuga faire und gleiche Bedingungen vor, die Teilnahme war entscheidend.

Der Sonderpreis für den schönsten Absteiger ging an den nigerianischen Profiboxer, die ersten drei Plätze sicherten sich die Frauen. Auf Tortuga übrigens sind alle willkommen, wer sich nicht sportlich betätigen will, kann in aller Gemütlichkeit einkehren.