Irreführende Wahlwerbung: Jungs Wahlkampfteam spricht von „Missverständnis“

Im Fall der nicht komplett zutreffende Wahlkampagne „Ich gebe meine Stimme Burkhard Jung, weil…“ rudert OBM Jungs Wahlkampmanager Christopher Zenker nun zurück. Es wird von einem Missverständnis gesprochen. +++

Zum Verständnis: Am Montag warb der amtierende Leipziger Oberbürgermeister mit einem Unterstützer-Netzwerk aus 40 prominenten Leipzigern, die alle für Burkhard Jung stimmen werden. Darunter der Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel oder der Schriftsteller Erich Loest. Doch wie nun bekannt wurde, können nur 37 Personen auf dem Plakat wirklich am kommenden Sonntag ihr Kreuz beim OBM-Kandidaten der SPD machen. Denn drei von ihnen wohnen gar nicht in Leipzig.

Auf Nachfrage von LEIPZIG FERNSEHEN äußerte sich Jung Wahlkampfmanager Christopher Zenker wie folgt: „Die Menschen haben ihren Lebensmittelpunkt in Leipzig. Sie arbeiten in der Stadt oder verbringen dort ihre Freizeit. Ob sie tatsächlich in Leipzig wohnen, haben wir vorher nicht geprüft.“

Hätte man aber vielleicht lieber tun sollen. Denn so fehlen Burkhard Jung die Stimmen von Künstler Michael Fischer-Art,  Uni-Kinderklinik-Chef Prof. Wieland Kiess und Gastronom Falk Joanne. Sie unterstützen den OBM zwar, allerdings nur mit ihrem Namen, denn sie wohnen alle in Markkleeberg.

Doch ist dann der Slogan „Ich gebe meine Stimme Burkhard Jung“ nicht gelogen? „Das ist eine missverständliche Formulierung.“, räumt Christopher Zenker ein. Bleibt aus SPD-Sicht nur zu hoffen, dass der Wähler den Wahlzettel am Sonntag richtig interpretiert…