Ist das Kultur oder kann das weg?

Landesstudierendenvertretung unterstützt Kundgebung gegen die Kulturkürzungen am 19.04.2011 vor dem Sächsischen Landtag

Durch die im vergangenen Winter beschlossenen Kürzungen droht dem Kulturbereich der völlige Zusammenbruch. Auf Grund massiver Stellenkürzungen soll das Orchester der Landesbühnen in eine GmbH überführt werden. Weiterhin wird überlegt, das Orchester aufzulösen und teilweise mit dem Orchester der Neuen Elbland Philharmonie zusammen zu führen.

Dazu Michael Moschke, Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften: „Wir unterstützen natürlich die Bemühungen des Studentenrates der HfM und seiner Partner. Nach den turbulenten Verhandlungen um den Haushalt im letzten Jahr werden nun die Ausmaße der Kürzungsorgie deutlich. Es spricht schon Bände, wenn ein Ministerpräsident mit dem reichhaltigen kulturellen Angebot Sachsens als Standortfaktor wirbt, und dann, sehenden Auges, genau diese Substanz selbst auferlegten Sparzwängen opfert.“

„Es zeigt sich wie Recht die Demonstrierenden hatten, die im vergangenen Jahr zu Zehntausenden versucht haben, diese desaströse Entwicklung aufzuhalten und dafür als unsolidarisch und verblendet beschimpft wurden. Wir werden weiterhin alles tun, um solche sinnentleerten Einsparungen zu verhindern. Die Stadt Dresden als „Elbflorenz“ und der Freistaat Sachsen wer-den massiv an Attraktivität, die vor Allem durch die weit reichende Kulturlandschaft bestimmt ist, verlieren. Weitsicht in Zeiten von negativen demografischen Entwicklungen sieht anders aus“, ergänzt Anni Fischer, Sprecherin der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften.

Deshalb ruft der Studentenrat der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden gemeinsam mit den Landesbühnen Sachsen, der Neuen Elbland Philharmonie und vielen weiteren Kulturschaffenden am Dienstag, dem 19.04.2011, ab 15 Uhr zum Protest vor dem sächsischen Landtag auf. Mit vielen Redebeiträgen und bunter musikalischer Unterhaltung soll auf die Kürzungen im Kulturbereich aufmerksam und vor weiteren Einsparungen gewarnt werden.