Ist das kulturelle Erbe in Sachsen gefährdet?

Ist die Kulturlandschaft im Freistaat Sachsen durch Sparmaßnahmen, Bevölkerungsabwanderung und verändertem Konsumverhalten in Gefahr? Am Montag wurde darüber auf der Regionalkonferenz der CDU diskutiert. +++

Die kulturelle Vielfalt im Freistaat Sachsen ist zweifelsfrei ein Gut, das es zu bewahren gilt. Doch dafür braucht die Kultur immer wieder neue Impulse und Perspektiven – auch von politischer Seite. Bei der ersten von 13 Regionalkonferenzen der sächsischen CDU ging es am Montag im Theater der Jungen Generation deshalb genau um dieses Thema.

O-Ton Michael Kretschmar, CDU-Generalsekretär Sachsen, im Video

Denn das Theater steht beispielhaft für die so wichtige Brücke zwischen kulturellem Erbe und junger Generation. Hier werden junge Menschen schon früh an Kultur herangeführt – Zu Gast war neben Staatsministerin Sabine von Schorlemer am Montag auch der Kulturbeauftragte der Bundesregierung Bernd Neumann. Er lobte den Freistaat für sein kulturelles Engagement.

O-Ton Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, im Video

Doch der Freistaat rüttelt daran – im vergangenen Dezember wurde das Kulturraumgesetz im Rahmen des Sparpakets geändert – damit hat sich Sachsen beispielsweise aus der vollständingen Finanzierung der Landesbühnen Sachsen in Radebeul zurückgezogen – und auch in Leipzig, Chemnitz und Dresden sowie fünf weiteren sächsischen Kulturräumen müssen demnächst Kürzungen kompensiert werden.

Allerdings verändere sich auch das Nutzerverhalten bei der jüngeren Generation. So seien durch Digitalisierung und Vernetzung im Internet neue Formen des Kulturkonsums möglich – die nicht mehr der herkömmlichen Kultureinrichtungen bedürfen.

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