Ist der Lärmpegel in Dresden zu hoch?

Dresden - Der vom Landesamt für Umwelt organisierte Spaziergang durch die Dresdner Neustadt hat einen ernsten Hintergrund. Beginnend im Hechtviertel begrüßen Experten die Pressevertreter. Es soll heute um ein unliebsames Thema gehen: die Lärmbelästigung in Dresden. Eng bebaute Straßen mit Kopfsteinpflaster und ein großes Verkehrsaufkommen lassen den Geräuschpegel schnell auf über 70 Dezibel ansteigen. Der Richtwert von 50 Dezibel wird dabei also überschritten. Wie der Geräuschpegel realistisch niedrig gehalten werden kann, erklärt Andreas Ring.

Richtung Bischofsplatz bewegt sich die Gruppe weiter. Ein hereinfahrender Zug auf dem Bahndamm beschreibt die Geräuschsituation. Andreas Ring und seine Kollegen legen einen kurzen Stopp ein. Auch die zahlreichen Baustellen auf dem Weg auf der Wegstrecke können ein Ärgernis für die Anwohner sein. Die über 18.000 Menschen, welche im Dresdner Szeneviertel Neustadt wohnen, sind von der Problematik betroffen. Ring betont beim heutigen Lärmspaziergang auch, welche Langzeitfolgen die Dauerbelastung haben kann. Neben Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen steigt auch das Risiko, psychisch krank zu werden. Dann werden kleine Ausflüge in angrenzende Parkanlagen zum Kurzurlaub. Zurück beim Lärmspaziergang, welcher sich mittlerweile Richtung Albertplatz bewegt, haben wir bei den den Dresdner nachgefragt, wie sie die Situation einschätzen. Abschließend ist wohl anzunehmen, dass mit über 3 Millionen Kraftfahrzeugen, die im Jahr Hauptverkehrsstraßen in Dresden passieren, es auch zukünftig viel auf die Ohren gibt.