Jahresbilanz: Konjunktur in Sachsen 2014

Steigende Umsätze in der Industrie, Baugewerbe, Einzelhandel, meldet das Statistische Landesamt Sachsen in einer bisherigen Jahresbilanz 2015. +++

Von Januar bis Oktober 2014 hat die Industrie1) 46,0 Milliarden € Gesamtumsatz erbracht. Gegenüber den ersten zehn Monaten 2013 bedeutet dies ein Plus von 6,9 Prozent, wobei die Entwicklung in den Industriebranchen unterschiedlich verlief. Der unangefochtene Umsatzspitzenreiter „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ wies eine Steigerung um 10,2 Prozent auf 12,1 Milliarden € aus. Einbußen musste indes beispielsweise der Bereich „Herstellung von Metallerzeugnissen“ hinnehmen. Der Umsatz ging hier um 4,1 Prozent auf 3,3 Milliarden € zurück.

Im Bauhauptgewerbe erhöhte sich der Gesamtumsatz im Vergleich der ersten zehn Monate 2014 und 2013 um 2,2 Prozent auf 3,4 Milliarden €. Dabei stieg das Ergebnis im Hochbau um 2,6 Prozent und im Tiefbau um 1,5 Prozent.

Der Einzelhandel setzte im Zeitraum Januar bis Oktober 2014 nominal, d. h. in jeweiligen Preisen, 1,0 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Real, also unter Ausschaltung von Preisveränderungen, war es ein Plus von 0,3 Prozent.

Die Ausfuhr aus Sachsen erreichte von Januar bis Oktober 2014 einen Gesamtwert von 29,9 Milliarden €, die Einfuhr belief sich auf 17,1 Milliarden €. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum erhöhten sich damit die Exporte um 13,1 Prozent und die Importe um 7,9 Prozent.

Mit 8,8 Prozent lag die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote (Basis: alle zivilen Erwerbspersonen) 2014 erstmalig unter der Neunprozentmarke. Die Jahresteuerungsrate erreichte im Jahresmittel 2014 mit 0,9 Prozent den niedrigsten Stand seit 2009 (0,3 Prozent).

Quelle: STATISTISCHES LANDESAMT DES FREISTAATES SACHSEN