Japan: Nach weiteren Explosionen in Atomkraftwerken – Lage spitzt sich weiter zu

Nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami befindet sich Japan in der nächsten dramatischen Situation: Die nukleare Krise im Land des Lächelns schreitet weiter voran:

Am Montag stieg die Zahl der Erdbeben- und Tsunami-Opfer offiziell auf 5.000 an. Doch Experten gehen davon aus, dass die Zahl noch weiter steigen wird. Über 11.000 Tote werden vermutet.

Die japanischen Behörden haben am Montag mitgeteilt, dass im Atomkraftwerk Fukushima I. eine zweite Explosion gegeben hat. Das Gebäude des 3. Reaktors soll dabei zerstört worden sein. Allerdings ist offenbar der innerste Sicherheitsbehälter nicht zerstört worden.

Nächste Problematik: Reaktor 2 des AKWs Fukushima I.. Die Betreiber hatten damit begonnen, den Reaktor mit Meerwasser zu kühlen, da das eigenen Kühlystem ausgefallen war. Die Betreiberfirma Tepco meldete Ortszeit Montagmittag, dass es durch das Meerwasser gelungen sei, die Temperatur im Reaktor 2 herunter zu kühlen. Danach berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Montagabend Ortszeit, dass die Brennstäbe vom Reaktor 2 komplett trocken liegen würden, die Kühlung durch das Meerwasser sei fehlgeschlagen.

Die Hilfe durch einen Flugzeugträger der USA wurde am Montag zurückgezogen berichten deutsche Medien, da rund um das Gebiet vom AKW Fukushima I. eine erhöhte radioaktive Strahlung festgestellt wurde und somit Gefahr für die US-Soldaten besteht.

Die Angaben, zur möglichen nuklearen Katastrophe, sind auch am dritten Tag nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami weiterhin sehr unterschiedlich. Die japanische Regierung versucht zu beschwichtigen, in den Medien kommen immer wieder neue Bilder von Explosionen in AKWs auf und neue Experten machen Angaben zu den möglichen Folgen eines Super-GAUs.

Die deutschen Behörden raten inzwischen allen Bundesbürgern ihren Aufenthalt in Japan zu überdenken. Der Münchner Autobauer BMW hat seine 50 deutschen Mitarbeiter aus dem Land geschafft. Der einheimischen Mitarbeitern hilft der Autokonzern bei der Suche nach Unterkünften im Süden Japans.