Jazzclub Tonne gibt Spielbetrieb in der Königstraße vorerst auf

Grund ist das erneute Eindringen von Regenwasser in dem von der Stadt gemieteten Kellergewölbe. Dadurch wurden die Licht- und Bühnentechnik sowie der Flügel des Jazzclubs beschädigt. Das Liegenschaftsamt hält die Räume für weiterhin bespielbar. +++

Der Jazzclub Tonne e. V muss seinen Spielbetrieb in den Räumen im Dresdner Kulturrathaus, Königstraße 15, vorerst einstellen. Grund ist das erneute Eindringen von Regenwasser in dem von der Tonne gemieteten Kellergewölbe. Das Problem der undichten Gewölbedecke unter dem Innenhof des Kulturrathauses ist der Stadt Dresden als Vermieter seit 2010 bekannt. Angesichts der Beschädigungen an elektrischer Licht- und Bühnentechnik sowie am Flügel, kann der Jazzclub Tonne e. V. den Weiterbetrieb als Spielstätte unter den gegenwärtigen Bedingungen aus sicherheitsrelevanten, technischen und finanziellen Gründen nicht mehr verantworten.

Beim Starkregen am 13. Juni war Regenwasser in erheblichen Mengen in die Tonne eingedrungen, so dass Licht- und Beschallungstechnik durchnässt wurden. Der Flügel der Tonne wurde förmlich „überflutet“. Das anstehende Konzert mit dem ehemals in Dresden lebenden Künstler Rüdiger Krause musste daraufhin kurzfristig abgesagt werden. Über die Höhe des Schadens kann derzeit noch nichts gesagt werden, da Licht- und Soundanlage sowie der Flügel erst überprüft werden müssen.

Eindringendes Wasser in die Mieträume der Tonne ist ein Problem, dass der Stadt Dresden als Vermieter bereits seit 10 Jahren bekannt ist. Nach zahlreichen Interventionen beim Liegenschaftsamt wurde vor drei Jahren das Gewölbedach provisorisch mit einer Spezialfolie abgedeckt, die eine Lebensdauer von nur zwei Jahren hat. Seitdem ist trotz mehrfachen Rücksprachen nichts mehr passiert und jetzt ist das Wasser wieder da. Als Reaktion vom Liegenschaftsamt wurde bei der Besichtigung nach dem Schaden statt sich ernsthaft des Problems anzunehmen dagegen geäußert, den Mietvertrag ändern zu wollen, um einen Haftungsausschluss für die Stadt einzufügen.

Der Vorstand der Tonne und die Geschäftsführung sind entsetzt darüber, mit welcher Gleichgültigkeit gegenüber der Tonne als Kultureinrichtung als Mieter in einer städtischen Immobile vorgegangen wird. Die Tonne hat die technische Einrichtung, sowie den Flügel selbst finanziert. Erst vor zwei Jahren wurde die hochwertige Beschallungsanlage neu angeschafft. Die Lichtanlage wurde erst im letzten Jahr grundlegend erneuert. Schäden an der Einrichtung bedrohen daher immer auch die finanzielle Stabilität des Clubs.

Derzeit versucht die Tonne, zumindest die noch anstehenden wichtigen Konzerte der Hochschule für Musik in den nächsten Wochen an anderen Spielorten zu veranstalten. In der kommenden Sommerpause, im Juli und August, bestünde dann die Möglichkeit, eine Lösung herbeizuführen, um ab September den Konzertbetrieb wieder aufzunehmen. Der Vorstand der Tonne kann sich nicht vorstellen, dass es den politisch Verantwortlichen egal ist, wie es mit der Tonne weiter geht.

Das Liegenschaftsamtes der Stadt Dresden gab den Betreibern der Tonne bekannt, dass es nach Prüfung und Rücksprache durch die Gebäudetechnikern keine Bedenken für die Durchführung der geplanten Veranstaltungen gibt.

Quelle: Jazzclub Tonne Dresden

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