Jede vierte Geburt in Sachsen ist ein Kaiserschnitt

In Sachsen liegt die Kaiserschnitt-Rate derzeit bei rund 24 Prozent. Das ist ein deutlicher Anstieg, meldet die BARMER GEK Sachsen. +++

 

Anfang der neunziger Jahre lag die Kaiserschnittrate in Deutschland bei etwa 15 Prozent. In Sachsen liegt sie derzeit bei rund 24 Prozent. Das ist ein deutlicher Anstieg. Aktuell kommt im Freistaat damit fast jedes vierte Kind per Kaiserschnitt zur Welt. „Dennoch hält Sachsen die Spitzenposition bei den natürlichen Geburten. 76 Prozent der Kinder wurden hier auf natürlichem Weg geboren“, sagt Paul-Friedrich Loose, Landesgeschäftsführer der BARMER GEK in Sachsen. Schon in den angrenzenden Bundesländern Thüringen (rund 28,1 Prozent)  Sachsen-Anhalt (rund 29,3 Prozent) und im gesamten Bundesgebiet (durchschnittlich 31,8 Prozent) liegen die Kaiserschnittraten deutlich höher. „Der Freistaat liegt im Vergleich zu allen anderen Bundesländern, erfreulicher Weise weit unter dem Durchschnitt“, so Loose.

Natürliche Geburt in Sachsen bevorzugt

Die Geburtenrate 2014 (2.925) war in Sachsen fast identisch mit der des Vorjahres (2.989), auch die Anzahl der Kaiserschnitte blieb annähernd konstant. Zu diesem Ergebnis kommt die BARMER GEK Sachsen nach einer Auswertung ihrer Landeszahlen. So kamen 2013 in Sachsen 774 BARMER GEK Neugeborene durch einen Kaiserschnitt zur Welt, 2014 waren es 750. Die meisten Kaiserschnitte wurden im vergangenen Jahr im Raum Leipzig (208) verzeichnet, gefolgt von Dresden (170). Dort wurden auch die meisten Geburten registriert. Das Statistische Bundesamt hatte bereits 2013 eine landesweite Kaiserschnittrate von 23,8 Prozent für Sachsen ermittelt. „Es ist erfreulich, dass wir im letzten Jahr keinen gravierenden Anstieg zu verzeichnen haben“, so Paul-Friedrich Loose, Landesgeschäftsführer der BARMER GEK in Sachsen. „Die immer besseren diagnostischen Möglichkeiten machen es möglich, eventuelle Geburtsrisiken für Mütter und Kinder auszuschließen. Das könnte einer der Gründe für die Steigerungen im letzten Jahrzehnt sein, erklärt aber die deutlichen regionalen Unterschiede nicht“, stellt Loose fest. Das Saarland zum Beispiel ist mit einem Anteil von über 38 Prozent der Frauen, die durch einen Kaiserschnitt entbinden, „Spitzenreiter“.

 Quelle: BARMER GEK

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