„Jeder Tropfen zählt“ – Zeichen zum Weltwassertag

Arche noVa setzt auf dem Dresdner Altmarkt ein Zeichen zum Weltwassertag am Freitag. 780 Papiertropfen stehen für je eine Million Menschen, die weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. +++

Unter dem Motto “Jeder Tropfen zählt” hat arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V. zum Weltwassertag am Freitag (22. März) ein Zeichen auf dem Dresdner Altmarkt gesetzt. 780 einzelnen Papiertropfen fügten sich im Laufe des Vormittags zu einer überdimensionalen tropfenförmigen Fläche zusammen. “Die Papiertropfen stehen symbolisch für jeweils eine Million Menschen, die weltweit auch heute noch ohne ausreichende Wasserversorgung leben”, erläutert Ronny Keydel, Leiter des Bildungsprogrammes von arche noVa. Die Dresdner Hilfsorganisation engagiert sich seit 1999 für die Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser in zahlreichen Auslandseinsätzen. “Die weltweite Wasserkrise können wir allein nicht lösen, aber wir alle können einen Beitrag dazu leisten, dass immer mehr Menschen sicheres Trinkwasser erhalten. Denn jeder Tropfen zählt.”

1992 haben die Vereinten Nationen den Weltwassertag ins Leben gerufen und 2010 das Menschenrecht auf eine angemessene Wasser- und Sanitärversorgung in der Generalversammlung verbrieft. “Doch viele Millionen Menschen bleiben immer noch außen vor”, so Keydel. Insbesondere in den ländlichen Gebieten in Subsahara-Afrika sind offene Wasserstellen,Tümpel und handgebaute Brunnen die einzige verfügbaren Wasserquellen. Eine Katastrophe für die Gesundheit der Menschen. Jedes Jahr sterben 1,4 Millionen Kinder an den Folgen verschmutzten Wassers und schlechter Hygienebedingungen.

Klimawandel und Bevölkerungswachstum verschärfen die Wasserkrise zusätzlich. Hinzu kommen Großinvestoren, die sich in den Ländern des Südens Land- und Wasserrechte in großem Stil sichern und damit die Versorgung der Anwohner gefährden. „Die Zukunft liegt in einem nachhaltigen und demokratischen Umgang mit dem lebensnotwendigen Wasser, das als gemeinsames Gut der Menschheit anzuerkennen ist“, fasst Keydel die Haltung von arche noVa zusammen. Immer mehr Menschen, in vielen Ländern der Welt wehren sich gegen die internationale Privatisierungswelle der Wasserversorgung und stellten den rein kommerziellen Lösungen einen offenen Mehrheitsdiskurs entgegen.

Quelle: arche noVa — Initiative für Menschen in Not e.V.