Jetzt ist’s raus

Schon seit Monaten will die Stadt Halle ihre Anteile an der Verbundnetz Gas AG loswerden.

Doch das auf den ersten Blick so alltägliche Veräußerungsgeschäft weitete sich zum Machtkampf zwischen Ost und West aus, bei dem einiges auf dem Spiel stand. Gestern Abend hatte das Ringen endlich ein Ende, der lachende Dritte ist Halle.

Das Pokerspiel um die VNG-Anteile von Halle ist vorbei. Montagabend stimmte der Aufsichtsrat der Stadtwerke Halle dem Verkauf an die VNG Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft, kurz VuB, einem Zusammenschluss ostdeutscher Kommunen zu. 90,8 Millionen Euro lässt sich die VuB die 3,66 Prozent der Anteile kosten. Für Halle ein lukratives Geschäft. Aber ist es das auch für die Kommunen? Denn die müssen nun in die Tasche greifen – auch Leipzig.

Interview: Burkhard Jung – Oberbürgermeister

Allerdings eben auch ein Risiko. Doch das ist angesichts der Tatsache, das die VNG mit dem Kauf in ostdeutscher Hand bleibt, fast zweitrangig. Denn der Oldenburger Energiedienstleister EWE hatte ebenfalls Interesse an den Anteilen. Wäre der Zuschlag an ihn gegangen, hätten die ostdeutschen Anteilseigner ihre Mehrheit an der VNG verloren.

Interview: Burkhard Jung – Oberbürgermeister

In den kommenden zwei Wochen sollen die Verkaufsverträge vorbereitet werden. Bis zum dritten März ist das Angebot der VuB befristet. Doch im Grunde genommen steht dem Millionendeal nun nichts mehr im Wege.

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