Jetzt Pfändungsschutzkonten einrichten

Zum Jahreswechsel stehen wichtige Änderungen zum Kontenpfändungsschutz an.

Der bisherige 14tägige gesetzliche Pfändungsschutz von Sozialleistungen fällt zum 1. Januar 2012 weg. Das Jobcenter Chemnitz empfiehlt deshalb allen Chemnitzern, die Arbeitslosengeld II oder Kinderzuschlag bekommen, sich über die neue Regelung zu informieren und bestehende
Konten schnellstmöglich in ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto umzuwandeln.

Durch eine Umwandlung wird automatisch ein Grundfreibetrag in Höhe von 1.028,89 Euro geschützt. Der persönliche Freibetrag kann unter Umständen aber auch höher ausfallen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn auf ein Konto für mehrere Personen Hartz-IV-Leistungen überwiesen werden oder wenn auf dem Konto Kindergeld oder Kinderzuschlag eingehen.
Die Umwandlung in ein Pfändungsschutzkonto erfolgt auf Antrag durch die kontoführende Bank. Geht der Pfändungsschutz über den persönlichen Freibetrag hinaus, ist ein Nachweis erforderlich. Alle Chemnitzer, die Leistungen vom Jobcenter erhalten, können ihren Nachweis im Gebäude Heinrich-Lorenz-Str. 35 bekommen. Werden Sozialleistungen nur einmalig bezogen, genügt in der Regel der Bewilligungsbescheid.

Für Bezieher von Kindergeld und Kinderzuschlag ist in der Regel der Bescheid der Familienkasse als Nachweis ausreichend.

Wird das Konto nicht rechtzeitig in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt besteht für Leistungsbezieher die Gefahr, dass zum Jahresanfang im Falle eines Pfändungsverfahrens nicht über eingegangene Geldleistungen, wie zum Beispiel das Arbeitslosengeld II, verfügt werden kann.

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