Jobcenter Leipzig informiert über Einkommensanrechnung

Die Empfänger von Arbeitslosengeld II haben die Möglichkeit zusätzlich im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit Geld zu verdienen. Was es dabei zu beachten gibt und was angerechnet wird, wissen viele oft nicht. +++

Bei der Anrechnung des dazu verdienten Geldes werden Freibeträge berücksichtigt.

„Freibeträge sorgen dafür, dass diejenigen, die zusätzlich zu ihren Grundsicherungsleistungen ein Einkommen erzielen, am Ende auch mehr Geld zur Verfügungen haben“, erklärt Dr. Simone Simon, Geschäftsführerin des Jobcenter Leipzig.

Grundsätzlich gilt:

Die ersten 100 Euro aus Erwerbseinkommen werden nicht angerechnet.

Zusätzlich bleiben bei einem Zusatzeinkommen von über 100 aber unter 1000 Euro 20 Prozent anrechnungsfrei.

Zusätzlich zu den beiden anderen Freibeträgen werden 10 Prozent vom Bruttolohn über 1000 Euro bis zur Verdienstobergrenze nicht angerechnet. Bei Leistungsberechtigten ohne Kind liegt die Verdienstobergrenze bei einem Bruttoeinkommen von 1.200 Euro, bei Hilfebedürftigen mit mindestens einem Kind bei 1.500 Euro.

„Das große Ziel besteht natürlich darin, dass die Menschen nicht auf unsere Unterstützung angewiesen und gänzlich unabhängig von den Grundsicherungsleistungen sind. Aber auch all diejenigen, die neben dem Arbeitslosengeld II ein Einkommen haben, leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Hilfebedürftigkeit“, so Dr. Simone Simon.