Johanngeorgenstadt: Vermeintlicher Drogenkurier gestellt

Marihuana mit einem Wiederverkaufswert von geschätzten 10.000 Euro haben Zivilfahnder Ende letzter Woche in Johanngeorgenstadt sichergestellt.

Beamte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe von Bundespolizeiinspektion und Polizeidirektion Chemnitz stoppten in den Mittagsstunden des 17. Oktober 2013 einen mit zwei Männern besetzten Mini Cooper. Dieser hatte gerade den Grenzübergang Potucky/Johanngeorgenstadt passiert. Bei der Kontrolle des Fahrers (37) sowie des Beifahrers (30) und des Autos fanden die Polizisten mehrere Einkaufstüten. In einer hinter dem Beifahrersitz befindlichen Plastiktüte entdeckten sie ein vakuumverschweißtes und mit Alufolie umwickeltes Päckchen. Bei  näherer Betrachtung entpuppte sich das als ein Kilogramm Marihuana.
 
Der 30-jährige Beifahrer gestand in seiner Vernehmung, das Rauschgift kurz zuvor auf einem tschechischen Markt für 4 000 Euro gekauft zu haben. Für seine Arbeit als Kurier habe er 200 Euro bekommen, sagte der junge Mann. Der Chauffeur, so die Ermittlungen, wusste von der Drogenbeschaffungsfahrt seines Mitfahrers nichts. Der 37-Jährige erhielt für die Fahrt lediglich einen vollen Tank. Nach den polizeilichen Ermittlungen, bei denen auch ein Rauschgiftsuchhund zum Einsatz gekommen ist und die Wohnungen der beiden aus dem Landkreis Leipzig stammenden Männer durchsucht worden sind, wurde der Fahrer auf freien Fuß gesetzt.

Der mutmaßliche Kurier wurde im Laufe des Freitags dem Haftrichter vorgeführt, da die Staatsanwaltschaft Chemnitz Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gestellt hatte. Der Richter folgte diesem und erließ Haftbefehl. Gegen Auflagen wurde er außer Vollzug gesetzt.