Jubel in Dresden: Shorttrack-Herren-Staffel wird nachträglich ins Finale gestuft

Die deutsche Shorttrack-Herrenstaffel hat die Qualifikation für das Finale geschafft. +++

Beim Heim-Weltcup in Dresden überquerte das Team zwar nur als Vierter die Ziellinie, durfte durch eine nachträgliche Hochstufung allerdings doch noch über die Qualifikation zum A-Finale jubeln. „Die Entscheidung der Referees ist auf jeden Fall gerechtfertigt.

Es ist der Wahnsinn vor heimischem Publikum ein Finale laufen zu dürfen“, freute sich Jonas Kaufmann-Ludwig, der auf einer direkten Qualifikationsposition liegend von einem japanischen Läufer behindert wurde. „Für die Referees ist es immer eine schwierige Entscheidung, aber wir haben unsere Chance genutzt und gegenüber den Referees geäußert, dass wir nicht einverstanden waren“, sagte der deutsche Team-Manager Matthias Kulik.

Auch Bundestrainer Mike Kooreman strahlte über die Leistung seines Teams: „Ich bin sehr froh, dass die Jungs es geschafft haben. Es zeigt, dass wir gelernt haben, aus bestimmten Situationen auch mal einen Vorteil zu ziehen, denn wir hatten in diesem Jahr in Bezug auf die Staffeln oft Pech.“Weniger Glück hatten die deutschen Damen und Herren allerdings bei den Einzelläufen: Robert Seifert qualifizierte sich zwar über die Hoffnungsläufe am Samstagmorgen noch für das Hauptprogramm, scheiterte allerdings ebenso wie Wildcard-Starter Torsten Kröger (13.) im Viertelfinale über 1000 m und belegte als bester Deutscher am Ende Rang neun. Der Münchner Jonas Kaufmann-Ludwig wurde 25.

Paul Herrmann erreichte über die 1500 m nur Rang 25 und platzierte sich vor Junior Christoph Schubert (27.) und Daniel Zetzsche (31.). Bei den Damen sorgte Tina Grassow als Zwölfte über 1500 m für die beste deutsche Platzierung.

Die zweite Wildcard-Läuferin Bianca Walter, die über 1000 m an den Start gegangen war, wurde 13. Christin Priebst und Juniorin Elisabeth Witt belegten auf der gleichen Distanz die Plätze 21 und 33.

Auch wenn es nicht für die vordersten Platzierungen gereicht hat, zeigte sich Mike Kooreman grundlegend sehr zufrieden mit den Leistungen der deutschen Starter. „Alle Athleten geben hier 100 Prozent, das ist großartig und macht mich als Trainer sehr stolz“, so der Bundestrainer.

Am Sonntag stehen in Dresden die Entscheidungen über 500 m, 1500 m sowie für die Staffeln auf dem Programm.

Auf der kürzesten Distanz rechnet sich besonders Robert Seifert gute Chancen aus, konnte er doch beim letzten Weltcup in Sotschi mit Rang 5 ein weiteresAchtungszeichen im internationalen Feld setzen.

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