Jubiläum: 90 Jahre deutsches Frauenwahlrecht

Am Dienstag lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung Leipzig ab 19 Uhr für zwei Stunden, auf die Veranstaltungsetage in der Burgstraße 25.

Zum Thema „Der lange Weg zur Beteiligung – 90 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“ werden neben den historischen Aspekten, auch Fragen der Partizipation von Frauen in anderen gesellschaftlichen Bereichen diskutiert.

Am 19. Januar 1919 durften Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen und gewählt werden. Als mit Marie Juchacz (SPD) am 19. Februar 1919 zum ersten Mal eine Frau in einem deutschen Parlament sprach, war dem ein langer und mühsamer Kampf vorausgegangen.

Vor dem Hintergrund der großen sozialen Frage dieser Zeit in Deutschland, wurde das Thema „Frauenwahlrecht“ als eher marginal eingestuft. „Der Kampf um Partizipation von Frauen wurde von allen Seiten argwöhnisch beobachtet“, erläutert die Politikwissenschaftlerin Yvonne Wilke das Thema, „Nicht zuletzt die Frauen verfolgten, je nach Herkunft und sozialen Lagen unterschiedliche Interessen.“ Erst die Bündelung der Interessen und das Benennen eines gemeinsamen Zieles habe das Frauenwahlrecht maßgeblich vorangebracht.

Nach einem Eingangsreferat „Vom Politikverbot ins Kanzleramt“ von Claudia v. Gelieu (Politologin & Autorin aus Berlin) nehmen an der Gesprächsrunde weiter teil: Dr. Monika Benedix (Gleichstellungsbeauftragte der Universität Leipzig) und Eva Brackelmann (Mitglied im Gleichstellungsbeirat der Stadt Leipzig & Stadtbezirksbeirätin) Die Moderation übernimmt die Politikwissenschaftlerin Yvonne Wilke aus Leipzig.

Der Eintritt ist frei.