Jüdische Lebensspuren in Borna

Borna- In Borna haben Interessierte bei einer Lesung nach Spuren jüdischen Lebens gesucht. Im Mittelpunkt stand die jüdischen Philosophin und Frauenrechtlerin Edith Stein. Sie ist gleichzeitig auch Namensgeberin der Pfarrei in Borna.

Edith Stein war nicht nur jüdischen Philosophin und Frauenrechtlerin, sondern ist auch Namensgeberin der Katholischen Pfarrei mit Sitz in Limbach-Oberfrohna. In der dazugehörigen Gemeinde St. Joseph in Borna wurde nun das Patronatsfest gefeiert. Nicht nur das: Anlässlich des Festjahres "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" fand dieses Fest im Zeichen des Judentums statt. Bestandteil war unter anderem eine Lesung über das Leben von Edith Stein, vorgetragen von Gabriele Kleine.

In Vorbereitung auf die Lesung hat sich Kleine intensiver mit Edith Stein beschäftigt. Und sie und ihr Leben dadurch auch besser kennengelernt.

© Sachsen Fernsehen

Die Lesung war eine von drei Veranstaltungen, die sich um das Thema "jüdisches Leben in Borna" drehte. Vor wenigen Tagen gab es einen historischen Stadtrundgang, nun die Lesung, den Abschluss bildet am 9. November eine städtische Gedenkveranstaltung anlässlich der Novemberereignisse von 1938.

Eine jüdische Glaubensgemeinschaft gibt es so heute nicht mehr in Borna. Wohlwissend soll die Veranstaltung trotzdem deren vergangenes und aktuelles Leben ins Bewusstsein rücken. Das Motto der Veranstaltung deshalb: "Kirche im Gespräch". Nach der Lesung gab es hier noch Klezmer-Musik vom Duo Mamaliga aus Leipzig.