Jugend forscht – Sieben Jungforscher treten beim Bundesfinale an

Leipzig - Sachsens beste Nachwuchsforscher stehen fest. Sie wurden beim diesjährigen Landeswettbewerb Jugend forscht im BMW Group Werk Leipzig gekürt. Unter dem Motto „Spring“ stellten sich 26 Mädchen und Jungen vom 22. bis 24. März der Fachjury.

„Es ist eine Freude, diesen jungen Menschen über die Schulter zu schauen und zu sehen, mit wie viel Leidenschaft sie die Zukunft mitgestalten wollen“, sagte Landeswettbewerbsleiterin Saskia Schnasse, „Neugier, Kreativität und der Mut, den eigenen Forschergeist zu wecken, sind Grundlagen, um das Zeitalter der Digitalisierung voranzubringen.“
Sieben Jungforscher haben den Sprung ins Bundesfinale geschafft, das vom 24. bis 27. Mai in Darmstadt stattfindet.

Landessiegerin im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Julia-Marie Gläser (19, „Glückauf“-Gymnasium Dippoldiswalde / Altenberg). Durch ihre Forschungsergebnisse können Ohrenkrankheiten bei Hunden und Katzen zukünftig besser behandelt werden.

Jonas Rotter (17, Wilhelm-Ostwald-Schule Leipzig) siegte im Fachgebiet Biologie mit einer hervorragenden Arbeit im Bereich der Grundlagenforschung zur Alzheimer-Demenz.

© www.jugend-forscht-sachsen.de

Im Fachgebiet Chemie setzte sich Konstantin Urban (17, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden) durch. Er überzeugte mit seinem Forschungsansatz, Trinkwasser von darin gelösten Schadstoffen wie Uran zu reinigen.

Pascal Reeck (18, Wilhelm-Ostwald-Schule Leipzig) findet Nanostrukturen cool und beeindruckte die Jury so nachhaltig, dass sein Projekt mit einem weiteren 1. Preis im Fachgebiet Chemie ausgezeichnet wurde.

Die Entwicklung einer künstlichen Intelligenz für Industrieroboter wurde mit dem Landessieg im Fachgebiet Mathematik/Informatik honoriert. Felix Loos (17, Freies Gymnasium Borsdorf) tritt mit diesem Projekt beim Bundeswettbewerb an.

Auch in diesem Jahr war das Fachgebiet Technik mit sechs Arbeiten am stärksten vertreten. Durchgesetzt hat sich Vincent Voigtländer (18, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden). Ein von ihm entwickelter Roboterantrieb lässt omnidirektionale Bewegungen auf engstem Raum zu.

Landessieger für das beste interdisziplinäre Projekt wurde Christoph Musch (17, Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium Hohenstein-Ernstthal). Er stellte sich die Frage, wie Menschen im Weltall leben können und schuf dafür eine Versuchsanordnung, um geschlossene Biosysteme zu analysieren. Seine Begeisterung überzeugte die Jury und sicherte ihm das Ticket nach Darmstadt.

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Zu den Ehrengästen bei der feierlichen Preisverleihung vor rund 300 Gästen gehörten der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Den Preis des Kultusministeriums übergab der Minister persönlich an Robin Henke (17, Schiller-Gymnasium Bautzen) für die Entwicklung eines Mikrocontroller-Baukastens zur Bereicherung des Schulunterrichts.
Saskia Schnasse dankte den Patenunternehmen GLOBALFOUNDRIES Dresden, Siemens AG in Deutschland und dem BMW Group Werk Leipzig für ihr langjähriges Engagement. Die drei Unternehmen sichern damit die Ausrichtung der Sächsischen Landeswettbewerbe Jugend forscht und Schüler experimentieren.

© www.jugend-forscht-sachsen.de
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