Jugendamt sucht Familien für Bereitschaftsbetreuung von Kleinkindern

Die familiäre Bereitschaftsbetreuung bietet Säuglingen und Kleinkindern bis sechs Jahren vorübergehend ein liebevolles Zuhause. Ein Informationsabend dazu findet am 21. März im Kinder- und Jugendnotdienst statt.

Das Jugendamt der Landeshauptstadt Dresden sucht Bürgerinnen und Bürger, die kleine Kinder zeitweise betreuen. Ein Informationsabend zur familiären Bereitschaftsbetreuung findet am 21. März, 19 Uhr, im Kinder- und Jugendnotdienst, Rudolf-Bergander-Ring 43, statt.

Die familiäre Bereitschaftsbetreuung bietet Säuglingen und Kleinkindern vorübergehend ein liebevolles Zuhause. Wenn das Kindeswohl gefährdet ist, die Eltern mit der Betreuung und Erziehung überfordert oder Kinder existentiell bedroht sind, nimmt das Jugendamt das Kind nach einer intensiven Prüfung zu seinem Schutz in Obhut. Kinder bis zum Beginn des 6. Lebensjahres werden bei familiären Bereitschaftsbetreuern untergebracht. Derzeit gibt es in Dresden 16 Familien, die 20 Plätze vorhalten.

Für die betreuenden Personen ist das eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, denn sie müssen sich kurzfristig auf ein fremdes Kind einstellen. Sie begleiten das Kind in dieser, durch die Trennung von den Eltern, sehr schwierigen und krisenhaften Situation. Außerdem sorgen sie sich um sein Wohl und stellen seine Bedürfnisse sicher. Dazu gehört es auch sich um die praktische Gesundheitsfürsorge zu kümmern und das Kind zu regelmäßigen Treffen mit den Eltern zu begleiten, wenn dies dem Kindeswohl dient. Die Betreuung der in Obhut genommenen Kinder ist zeitlich begrenzt und kann von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen dauern. Sie kann beendet werden, wenn die eigenen Eltern sich wieder selbst kümmern können oder eine sichere Perspektive für das Kind gefunden wurde.

Personen, die als familiäre Bereitschaftsbetreuung im Auftrag des Jugendamtes tätig sein wollen, werden in speziellen Seminaren sorgfältig darauf vorbereitet. Vermittelt werden Tipps für den Alltag, pädagogische Ratschläge, rechtliche Hinweise und Empfehlungen für den Umgang mit den leiblichen Eltern.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

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